Influencer Marketing / Social Media / Word-of-Mouth

Influencer Marketing: Türöffner zu neuen Zielgruppen.

30 Sep 2016
Von

Im Juni diesen Jahres befragten wir 238 Marketing Entscheider zu ihren Erfahrungen mit der jungen Marketing Disziplin Influencer Marketing.

Das Thema Influencer Marketing ist in der aktuellen Berichterstattung omnipräsent. Aber de facto hat es die Marketing-Entscheider bisher überwiegend noch nicht erreicht. Gerade mal 42% der Befragten sind mit dem Begriff “Influencer Marketing” vertraut. Von diesen 42% setzen aber immerhin 63% Influencer Marketing bereits in ihrem Marketing-Mix ein. Hochgerechnet kann also jeder vierte Marketer Erfahrungen mit Influencer Marketing vorweisen.

40 Prozent jener Marketer haben die positive Erfahrung gemacht, dass Influencer Marketing als Türöffner zu neuen Zielgruppen dient. Des Weiteren nennen sie Reichweitenmaximierung (29 Prozent) und Interaktion mit der Zielgruppe (32 Prozent). Ebenso eine Marken-Verjüngung (29 Prozent) und ein Image-Lift (24 Prozent) werden von zahlreichen Experten als positives Ergebnis aufgezählt.

Infografik zur webguerillas Umfrage unter Marketing Entscheidern zum Thema Influencer Marketing

webguerillas Umfrage unter Marketing Entscheidern zum Thema Influencer Marketing

Über die Hälfte derer, die Influencer Marketing schon nutzen, identifizieren hierfür ihre Influencer selbst. Gerade mal 8% nutzen für die Influencer-Recherche Vermarkter-Netzwerke. 32 % setzen bei der Recherche auf die Expertise von externen Agenturen wie uns.

Unsere Erfahrung zeigt, dass Unternehmen das Thema Glaubwürdigkeit von Influencer Marketing kontrovers diskutieren. Doch erstaunlicherweise unterscheiden die Befragten in punkto Glaubwürdigkeit kaum zwischen den Disziplinen Klassische Werbung, PR, Social Media, Content Marketing und Influencer Marketing. Kann es sein, dass die Glaubwürdigkeit der jungen Marketing Disziplin aufgrund der inflationären Verwendung des Begriffs in Mitleidenschaft gezogen wird? Der Einsatz von reichweitenstarken, aber wenig glaubwürdigen Youtube Stars wird fälschlicherweise ebenfalls oft unter der Disziplin Influencer Marketing verankert.

Insgesamt, so zeigt die Studie, ist die generelle Einstellung der Marketing-Entscheider gegenüber Influencer Marketing noch uneinheitlich: Jeder Dritte beurteilt die Disziplin als positiv, nur zwei Prozent negativ. Über 60 Prozent wollen hierzu noch kein abschließendes Urteil abgeben bzw. blicken auf durchwachsene Erfahrungen zurück.

Weitere Antworten der Marketing Entscheider zum Thema Influencer Marketing gibt es auf unserer Website.

Mobile / Trendsetting

Pokémon GO – Vier geläufige Thesen, vier neue Denkansätze

29 Jul 2016
Von

Pokémon GO schlägt derzeit alle Rekorde. Nach dem Deutschland-Launch am 13. Juli kletterte die App aus der US-Entwicklerschmiede Niantic Labs innerhalb kürzester Zeit auf Platz 1 in den App-Stores von Apple und Google und avancierte in den USA bereits zur umsatzstärksten App aller Zeiten. Dementsprechend ist viel geschrieben worden darüber, was Pokémon GO so erfolgreich macht, was die App für Social Networks und Location-Based-Marketing bedeutet und wie zukünftige Monetarisierungsmodelle aussehen können. Headlines wie „Warum Pokémon GO die Werbung verändern wird“  zeichnen dabei ein wenig nuanciertes Bild. Gerade die geläufigsten Thesen offenbaren, dass wir die App differenzierter betrachten sollten:

„Pokémon GO ist eine Augmented Reality-App“

Mit Pokémon GO ist Augmented Reality zweifelsohne in der breiten Masse angekommen und hat eine neue Art der Wahrnehmung etabliert. Technisch kein Paukenschlag, gelingt es der Niantic App, innovative Umsetzung und spielerisches Handling zu kombinieren. Kurz gesagt: Der spielerische Umgang in der App macht Augmented Reality massentauglich.

Genau deswegen sollte man die App allerdings differenzierter betrachten. Von einer Augmented Reality App und dem „Durchbruch für AR“ zu sprechen, geht schlicht an der Anwenderrealität vorbei. Ein Gros der User hat die AR Funktion deaktiviert. Dies hat zum einen technische Gründe (Stichwort Akku), zum anderen ganz praktische. Wer schon einmal im AR-Modus in der U-Bahn die Kamera auf ein wildes Zubat gerichtet hat, wird wissen warum. Die Begeisterung hält sich bei allen Beteiligten in Grenzen, wenn man ihnen eine Smartphonekamera ins Gesicht hält.

Doch was ist Pokémon GO dann? Letztendlich vereint die App Location-basiertes Mapping, den Gamification Ansatz der alten Nintendo Spiele, das Pokémon Storytelling sowie in Teilen eine Augmented Reality-Mechanik. Pokémon GO nur auf Augmented Reality zu reduzieren, wäre zu kurz gegriffen.

„Die App kannibalisiert die Verweildauer in sozialen Netzwerken“

Die App lieferte nicht nur spektakuläre Zahlen hinsichtlich Downloads und Umsatz, sondern setzte auch im Bereich Verweildauer eine völlig neue Benchmark. Pokémon GO User verbringen mit 43 Minuten täglich mehr Zeit mit der Pokémon-Jagd als auf WhatsApp, Instagram, Snapchat oder im Facebook Messenger. Bis dato konnten soziale Netzwerke 80% der mobilen Smartphone Nutzung für sich verbuchen – dann kam Pokémon GO. 

Eine Kannibalisierung der Verweildauer in sozialen Netzwerken zu prophezeien, wäre verfrüht. Zweifelsohne hat die Applikation das derzeit größte Potential im Bereich Mobile Apps, doch Storytelling und Funktionen sind limitiert. Wie andere Rollenspiele auch erfordert die Levelmechanik der App einen enormen Zeiteinsatz. So sind die Hürden zum Einstieg zwar geringer, nehmen im Laufe des Spiels aber immer weiter zu. Im besten Fall hält der Hype an, im schlechtesten spricht in fünf Monaten kaum noch jemand von Pokémon GO.

„Als Marke muss man auf den Hype aufspringen“

Marken haben das Potential der Niantic-App schnell entdeckt. Schon vor dem offiziellen Launch in Japan sicherte sich McDonald’s die ersten „Sponsored Locations”  und hat inzwischen alle 3.000 Restaurants in Japan in Pokéstops oder Arenen verwandelt. Die hohe Verweildauer einer jungen Zielgruppe an Pokéstops und in Arenen im Citybereich zu nutzen, um das To-Go-Geschäft und den Verzehr im Restaurant zu pushen, macht definitiv Sinn. Bei der Ankündigung von Mercedes-Benz, mittels Lockmodulen Pokémon GO Spieler in ihre Showrooms zu ziehen, bleiben hingegen viele Fragen offen. Wie matchen die Hauptzielgruppe des Nintendo Spiels, die neben Gamern aus Millenials besteht (also eben aus jenen, denen das Auto als Statussymbol schlicht egal ist) und die Target Group von Mercedes-Benz? Liegen die Showrooms im Innenstadbereich, in dem das Game normalerweise gespielt wird und am besten funktioniert? Was triggert User, den Showroom aufzusuchen, wenn dort kein kurzfristiger Benefit (wie im Fall von McDonalds) wartet? Kurz gesagt: Als Marke auf den Pokémon Hype aufzuspringen macht Sinn – wenn sich Produkt, Zielgruppe und Offline Touchpoints glaubwürdig inszenieren lassen. 

„Sponsored Locations sind der Schlüssel zum In-App Marketing“

Wie der technische Vorgänger Ingress, den Niantic noch als Google-Tochter veröffentlicht hatte, setzt Pokémon GO auf Sponsored Locations als Einnahmequelle. Doch der Location-Based-Marketing Ansatz ist lediglich ein erstes Zeichen zur Öffnung der App für Brands. Langfristig muss sich das Feld der In-App Marketing Optionen erweitern. Product Placement wäre nur eine denkbare Lösung.

Neben Sponsored-Optionen bietet die App jedoch auch kostenlose Möglichkeiten der Verknüpfung von Online-Game und Offline-Touchpoints. Bestes Beispiel hier: die Guerilla-Aktion von „Die Limo“ in Mainz, die völlig unabhängig von sponsored Kooperationen die location-basierte Grundmechanik der App nutzte. Gefragt sind Konzepte, die Consumer Needs, Touchpoints und Conversion strategisch verknüpfen und Produkte intelligent In-Game inszenieren. Neben dem Rennen um das erste deutsche In-App Branding, ist dies hinsichtlich der aktuell begrenzten Sponsoring-Optionen, die derzeit spannendste Herausforderung für Kreativagenturen und Marketeers.

Allgemein / webguerillas inside

„webguerillas“ wird „TERRITORY webguerillas“

17 Jul 2016
Von

Jede Kommunikationsdisziplin verfolgt ihren eigenen Weg, Inhalte oder Botschaften zu verbreiten. Aufmerksamkeit für diese zu erzeugen, zu informieren, zu unterhalten oder Nutzen zu stiften. Inhalte und Stories sind der Kern jeglicher Kommunikation. Und sie sind der Klebstoff, der uns zusammenhält: TERRITORY, das Content Communication Unternehmen von Gruner + Jahr, und uns, die webguerillas.

Wäre der Satz „Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört“ nicht so abgedroschen: Hier würde er, wie nirgendwo sonst, passen. Es ist der perfekte Match! Und deshalb freuen wir uns riesig auf neue Chancen unter dem Dach von Europas Marktführer für Content Communication.

TERRITORY übernimmt, vorbehaltlich der Zustimmung durch die Kartellbehörden, 100% der webguerillas. 

Mit seinen rund 850 Mitarbeitern betreut TERRITORY Unternehmen an 14 Standorten in 8 Ländern: Marken wie Daimler, die Deutsche Bahn, EY, Hornbach, Lamborghini, Lufthansa, Miele, Nissan, Rossmann, Rewe, Deutsche Telekom und Wrigley. In Bereichen wie Content Marketing, Sales Marketing, Employer Branding, Internal Media, Content Campaigning u.v.m. Durch die Übernahme der webguerillas baut TERRITORY dieses Angebot weiter aus, insbesondere in Richtung der hauseigenen Digital- und Social- Media-Kompetenz.

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Die „webguerillas“ werden künftig unter dem Label „TERRITORY webguerillas“ agieren. Und profitieren umgekehrt von den vielfältigen journalistischen und medialen Services der TERRITORY Gruppe, zu der im Übrigen auch trnd zählt, der führende Anbieter für Collaborative Marketing in Europa. Speziell im Zusammenspiel mit trnd eröffnen sich jetzt für uns Chancen, Influencer- und Word-of-Mouth-Marketing noch breiter und reichweitenstärker umzusetzen. Denn trnd verfügt über eine Influencer-Plattform mit mehreren Millionen Mitgliedern, über die kontinuierlich Multiplikatoren angesprochen werden können.

Für uns webguerillas ist es weit mehr als ein sinnvoller Zusammenschluss: Es ist die Überzeugung, dass erfolgreiche Kommunikation zukünftig mehr denn je auf gute Inhalte angewiesen ist. Und dass wir mit dieser neuen Konstellation einen Riesen-Schritt in Richtung „Agenturmodell der Zukunft“ getan haben.

Weiterführende Links:
w&v „G+J-Agentur TERRITORY übernimmt webguerillas“
HORIZONT „TERRITORY schnappt sich webguerillas“

Influencer Marketing / Word-of-Mouth

Video: Wie stehen professionelle YouTuber und Blogger zum Thema Influencer Marketing?

12 Apr 2016
Von

Längst ist es kein Geheimnis mehr, dass Influencer-Relations in der Digitalen Marketingwelt auf der Tagesordnung stehen und viel diskutiert sind. Doch welchen Impact haben Influencer auf den Return On Invest einer Marke? Und zerstören kommerzielle Kooperationen nicht sogar die Glaubwürdigkeit von Influencern?

Kurzum: Wir gehen diesen und anderen Fragen nach und überlassen hierfür 4 erfolgreichen Influencern das Wort.

YouTube Preview Image

Mitgewirkt haben:

Influencer Marketing / Word-of-Mouth

Influencer beeinflussen durch Empfehlungen, On- und Offline!

07 Mrz 2016
Von

Hilfreiche Kategorisierung von Influencer Typen

Influencer Marketing war zweifellos eines der Marketing Buzzwords 2015 und gewinnt auch dieses Jahr zunehmend an Bedeutung, vor allem im Digitalbereich. Immer mehr Unternehmen wollen Kooperationen mit Digital Influencern eingehen.

Empfehlungsmarketing ist aber keine Erfindung der digitalen Zeit.

Die Verbreitung von empfehlenswerten Informationen innerhalb des sozialen Umfeldes gab es zu allen Zeiten. 2015 bestätigt Nielsen in der Global Trust in Advertising Survey1 erneut, dass 83% der Befragten auf Empfehlungen von Leuten, die sie kennen, vertrauen. Das kann der Teenie sein, der seine Eltern bei der Anschaffung eines neuen Smartphones berät, oder der Angestellte, der einen Neukunden über ein Friends & Family-Programm anwirbt oder einfach der Dialog unter Jugendlichen über die neuste Klamotten Marke.

ONLINE-Plattformen wie Social Media Netzwerke & Blogs haben lediglich eine weitere Dimension eröffnet, in der Empfehlungsmarketing stattfindet.

Sicherlich ermöglicht diese Online-Dimension ganz andere Reichweiten als die Offlinewelt, denn mit nur einem Klick können ganz schnell Tausende von Menschen auf ein empfehlenswertes Angebot aufmerksam gemacht werden.

Aber ist mit Online Maßnahmen das gesamte Spektrum an Influencer Marketing ausgeschöpft? Natürlich nicht! Denn wie schon Christopher Locke und David Weinberger in ihrem Anfang 1999 veröffentlichten Cluetrain Manifesto konstatierten: „Märkte sind Gespräche.“ In Gesprächen teilen wir unsere Erfahrung über Produkte, Marken, Unternehmen, Dienstleistungen und beeinflussen (bewusst und unbewusst) so unser Umfeld. Und all jene Gespräche finden natürlich online wie offline statt, und dies aus vielseitigen Beweggründen.

Graphik zeigt vier verschiedenen Typisierungen von Influencern, die Online und Offline beeinflussen

Influencer Typen, die On- und Offline durch Empfehlungen beeinflussen!

Hilfreiche Kategorisierung von Influencer Typen

So bietet die pure Begeisterung für eine Marke nicht selten Anlass zum weiterlesen | Share