Social Media

#ReclaimYourFans

28 Apr 2015
Von 4 Kommentare

Facebook liefert mal wieder Schlagzeilen: Auf der einen Seite wächst der Umsatz des Netzwerk-Giganten gerade auf neue Rekordhöhen (allein 42% Wachstum im ersten Quartal 2015) – Geld, das Facebook von werbenden Unternehmen erhält. Demgegenüber sinkt die durchschnittliche organische Reichweite von Unternehmens-Posts weiter, aktuell auf gerade mal 2,6% (bzw. 2,27% für Seiten mit mehr als 1 Mio. Fans). Facebook sorgt also mit seinem Algorithmus absichtlich dafür, dass das redaktionelle Engagement der Unternehmen zu über 97% unsichtbar bleibt – wenn man es nicht mit Media unterstützt. Man könnte es auch so formulieren:

Die Unternehmen füttern gerade denjenigen mit Werbegeldern, der ihren Wunsch, sich mit ihren Fans auf redaktionellem Wege auszutauschen, auf sehr perfide Weise untergräbt. 

Ehrlich gesagt, das hat für mich inzwischen masochistische Züge und erinnert mich zudem fatal an unser Rentensystem. Da erzählte man mir auch vor einiger Zeit bei der Deutschen Rentenversicherung, als ich dem Wunsch nachging eine sog. „Rentenlücke“ zu schließen, dass ich monatlich 100 € einzahlen müsse, um im Alter monatlich 2,70 € mehr Rente zu erhalten. – „Wow, ich überleg’s mir noch mal. Hört sich im ersten Augenblick aber echt verlockend an …“

Zurück zu Facebook. Das Verhalten vieler Unternehmen will mir einfach nicht in den Kopf. Was treibt sie dazu, jetzt noch den zu finanzieren und vor allem: dem zu glauben, der ihnen ganz offensichtlich nur ans Eingemachte will? Zwar ist Facebook unter Reichweiten- und Targeting-Gesichtspunkten als Werbeplattform interessant – aber Unterbrecher-Werbung kann in Zeiten werbemüder Konsumenten doch nicht die (einzige) Antwort auf deren Verlangen nach weniger Werbung sein! Mal ganz abgesehen davon, dass die durch Werbung erzielten flüchtigen Kontakte, wenn sie lediglich zur Post-Promotion genutzt werden, überhaupt keine Nachhaltigkeit besitzen.

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Online / Public Relations / Social Media / Viral Marketing

Mystery Marketing: Kai Diekmann in der Hipsterhölle

10 Okt 2014
Von

Man fühlt sich etwas ertappt und ärgert sich vielleicht sogar ein bisschen. Natürlich auch, weil man die Pointe nicht vorhergesehen hat. Vor allem aber, weil man liest, von wem die Pointe kommt.

YEAH3000 – Die geilste Rekrutierungs-Kampagne des Planeten?

Und weil man sich wiederkennt im neuen, fiktiven Werbefuzzi auf der Website yeah3000.com. Der Kerl führt im Rekrutierungs-Video gutgelaunt und schlimm frisiert durch ein Hipster-Irrenhaus voller Social-Media-Schaumschläger, die den ganzen Tag nur Smoothies schlürfen und dufte gelaunt sündteure Marketing-Sprechblasen ohne Inhalt aufpumpen.

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Allgemein / Social Media / Word-of-Mouth

Influencer Marketing 360° – rundum glücklich mit Meinungsmachern

18 Aug 2014
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In den vergangenen Tagen veröffentlichten einige Medien unsere News: „webguerillas gründen neue Unit Influencer Marketing 360° für ganzheitliche Aktivierung von Meinungsmachern“.  Die vielen Nachfragen haben uns gezeigt, dass hier noch Aufklärungsarbeit von Nöten ist. Beginnen wir doch gleich mit der Frage:

Wer sind eigentlich Influencer?

Viele denken bei Influencern spontan an Blogger, da diese Beeinflusser seit gut zwei Jahren in aller Munde sind, von Agenturen und Unternehmen hart umkämpft und wöchentlich mindestens einmal in einem schlauen Artikel von Social Media Experten besprochen werden.

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Social Media

Real Time Content. Der Lieblingsstürmer aller Marken.

26 Jun 2014
Von 1 Kommentar

Es ist Sommer, es ist heiß, wir brennen für die WM – Zeit für die Königsdisziplin: Real-Time-Content.

Alle wollen es, nur wenige Marken machen es und noch weniger machen es richtig gut. Aufgrund des weltweit bekannten sportlichen Großereignisses, bei dem jeder mitlaufen will, der schon einmal im Leben einen Ball gesehen hat, häufen sich in Agenturen die Anfragen nach Real-Time-Content und der dazugehörigen Echtzeitbetreuung der Communitys.

Der erste Gedanke: Yes! Endlich mal zeigen, was man kann, endlich mal zeigen wie spontan, kreativ, inspirativ und witzig man ist und beweisen, dass man den Markenkern wirklich ganz genau bis ins Leder verstanden hat. weiterlesen | Share

Viral Marketing

Die Weltmeisterschaft abseits des Platzes

11 Jun 2014
Von 1 Kommentar

Nur noch ein Mal wach werden bis Neymar und Co. am Donnerstag den Ball ins Rollen bringen und die Weltöffentlichkeit jubelnd im Landestrikot ihre Plätze vor den Devices einnimmt. Begleitet von Kritik am Weltverband und von nationalen Protesten, kann man erahnen worum es bei diesem Megaevent neben der Jagd nach Toren eben auch geht – um sehr viel Konsum und Geld. Eine Vielzahl an Unternehmen versucht sich irgendwie mit dieser Emotionalität aufzuladen (ob Premium-Sponsor oder nicht), um ein Schluck vom Bier abzubekommen – wie unter anderem auch Samsung, McDonald’s oder Kia.

Daneben kämpfen aber auch die um Aufmerksamkeit, die aus Marketingsicht nahezu eine Verpflichtung haben – die Giganten unter den Sportartikelhersteller. Recht schwierig hier den Überblick zu behalten, daher erhebt die folgende Aneinanderreihung von Spots auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Adidas – The Dream

Der erste Spot von Adidas macht schon gut deutlich welche Formel man der Zielgruppe anzubieten hat – wobei der Einsatz von Superstars als mandatory angesehen werden darf: Emotionales Training (idealerweise im verschneiten Wald oder der dunklen Muckibude), Spielszenen mit Tricks (oder Spielszenen mit Toren oder solchen mit Tricks und Toren) und eine grobe Storyline, die Primär als Name für den Spot und als Berechtigung für die gezeigten Bilder dienen muss.

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Kurz vor Redaktionsschluss (wegen WM-Beginn) konnte der Beitrag „House Match“ eingereicht werden, der durchaus für die kleine Unterhaltung nebenbei sorgt – und auch ein paar altbekannte Gesichter zurück auf die Screens zaubert.

Nike – Winner Stays

Im groben gilt die beschriebene Formel auch für den nächsten Spot, doch Nike bedient sich einem cleveren Kniff – holt den Bolzplatz und somit auch die angesprochene Jugend direkt in den Spot. Was ca. 1 Minute lang etwas bemüht wirkt, entwickelt sich am Ende doch zu einem formidablen Spaß mit tollen Ideen (handwerklich übrigens sind die Spots allesamt ziemlich perfekt).

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Ebenfalls von Nike ist der Animationsfilm „The last Game“, der sich eher an die jüngere Zielgruppe richtet – daher mich auch etwas weniger begeistert. Oder aber ein weiterer Spot unter dem Motto „Risk everything“, der komplett ohne Spielszenen (dafür aber mit Hashtag) auskommt.

Beats by Dre – The Game Before The Game

Ebenfalls auf Spielszenen verzichtet ein Neuling in dieser Riege, der in meinen Augen auch eine neue Benchmark setzt. Beats by Dre (gerade prominent gekauft) liefert auf emotionaler Ebene einen perfekten Spot ab, der absolut in die Zeit passt. Kopfhörer tragende Stars unter Rudi Völler noch völlig undenkbar – nicht nur wegen der Frisuren – sind spätestens 2014 unabdingbares Accessoire bei den Spielern. Clever und Cool.

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Einzig Puma bleibt bisher noch ein wenig hinter den großen Playern zurück und schickt ein Gespenst und einen vergleichsweise kleinen Spot ins Rennen – der aus deutscher Sicht tragischer Weise auch eher auf Marco Reus setzt.

Der Kampf um die Aufmerksamkeit ist also im vollen Gange, ob man als offizieller Sponsor geführt ist oder nicht. Und da schlechte WM-Werbung die bessere Wirkung erzielt – wie die Dorstener Zeitung zu berichten weiß – könnte der Titel letztlich doch an Expert und Miro Klose gehen.

Spaß macht es allemal und letztlich gilt auch für die Zuschauer: Was zählt ist auf’m Platz!

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Anmerkung in eigener Sache: Für die Telekom sind wir ebenfalls mit drei Spots ins Rennen gegangen, zu sehen sind die hier: http://bit.ly/ItalienHS