China ist auf dem Weg zur Weltmacht und das nicht nur wirtschaftlich. Denn die kommenden Superstars aus Fotografie, Film, Kunst und Werbung haben chinesische Wurzeln. Li Wei (nicht verwandt oder verschwägert mit „Levis“) ist einer von ihnen.

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Li Wei kommt aus Beijing, wurde 1970 geboren, und zählt heute zu Chinas gefragtesten (Photo-) Künstlern.

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Punkrocker wäre er wohl geworden, wenn er sich nicht in den späten 90er Jahren für die Kunst entschieden hätte. Dem entsprechend besitzen seine Photos und Performances eine Lautstärke, die an Buzz-Installationen erinnern bzw. gute Anregungen dafür bieten.“Etwas Lebendiges und Lebensnahes, das dir ins Bewusstsein und in die Knochen fährt“, beschreibt der 36-jährige Pekinger seine Inszenierungen. Den Crash von Kunst und Leben vollfährt er dabei oft selber als Hauptdarsteller: kerzengerade, mit den Händen an der Hosennaht wie ein perfekt gedrillter Turner, und mit dem Kopf voraus schlägt Li Wei in Bürgersteigen, Windschutzscheiben oder zugefrorenen Flüssen ein.

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„Illusionäre Realität und reale Illusionen“ nennt Li Wei den Leitsatz seiner Arbeiten.

Nur selten aber lässt sich der Illusionist direkt in die Karten schauen. Bei der Serie Spiegelungen, in der sein vermeintlich abgetrennter Kopf über dem Tiananmen-Platz schwebt, gelingt es aber doch: Tatsächlich hat Li Wei nämlich sein Haupt nur durch einen Spiegel gesteckt. Aber letztendlich, das wissen wir ja, geht es weniger darum, wie etwas wirklich ist, sondern mehr darum, was der Rezipient davon halten soll – wie in der Werbung.

Li Wei BuchtitelIm November 2005 erschienen, ein Bildband über Li Wei, von Zhang Zhaohui, ISBN: 888943

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