BuzzStream ist eine Software, die dabei helfen soll die wichtigsten WOM-Influencer im Web aufzuspüren und mit ihnen auf persönlichem Wege in Kontakt zu treten. Sie richtet sich vor allen Dingen an PR-Profis, die ihre Beziehungen im Bereich Online-Buzz auf einfachstem Wege pflegen möchten. Jennifer Van Grove von Mashable hat es so ausgedrückt:



BuzzStream’s web-based product is like CRM for the socially minded, so it includes tools to manage and add contacts and media outlets while browsing.

Findet man zum Beispiel ein relevantes Blog, das die Themen aus dem eigenen Unternehmensumfeld aufgreift, kann man dieses mit Hilfe des Buzz-Markers buzzkmarken. Das Programm zieht dabei die wichtigsten Informationen, wie z.B. den Namen des Bloggers, den Blognamen, das Veröffentlichungsdatum, sowie die Headline des Artikels heraus und erleichtert somit das Anlegen eines Blogprofils. Über die Taggingfunktion kann ich das Blog einer Branche bzw. einem bestimmten Themengebiet zuordnen, so dass ich es zum späteren Zeitpunkt über die Suchfunktion schnell finden kann.

Aufschluss über die Reichweite des Blogs erhalte ich über die Metrics-Funktion. Hier kann ich auf einen Blick sehen, wie das Blog im Technorati-Ranking abschneidet oder was das Alter des Blogs ist. Die Einstufung, in wie weit das Blog für mich und meine PR-Arbeit von Relevanz kann ich danach angeben. Die Notiz-Rubrik erlaubt mir weitere Notizen zur Frage, warum ich das Blog für mich und mein Unternehmen von Bedeutung finde, dazuzufügen. Dies ist vor allen Dingen wichtig, wenn die PR von mehreren Leuten innerhalb eines Unternehmens geführt wird.

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Bisher scheint der Dienst nicht wirklich viele neuen Features anzubieten, doch das besondere von BuzzStream findet man darin, dass die Kommunikation via Social Media zwischen den Influencers hier ganz groß geschrieben wird.

BuzzStream sucht somit automatisch nach den Kontaktinfos über Social Media Dienste wie LinkedIn und Twitter. So wird die jeweilige Twitter-ID bzw. LinkedIn ID automatisch zum Profil des Blogautoren zugeordnet und gleichzeitig die Twitter-Statistik des Accounts angezeigt. Jede Kommunikation, die ich danach via Twitter mit der Person aufnehme, wird über BuzzStream automatisch getrackt und in der Kommunikations-History abgespeichert. Das gleiche gilt auch für meine E-Mails, die ich an die betreffende Person geschickt habe. Hier muss ich allerdings die E-Mail per BCC an die eigene BuzzStream-Emailadresse schicken, die bei dem Errichten eines BuzzStream-Accounts erstellt wird.

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Das Ziel ist es die gesamte Kommunikation mit WOM-Influencers meiner Marke zu tracken und somit die PR so persönlich wie möglich zu gestalten. Denn um so mehr Informationen ich über meine relevanten Kontakte erhalte, desto zielgerichteter kann ich sie natürlich auch adressieren.

Trotz allem bleibt es mir durch Tools wie BuzzStream oder ähnlichen nicht erspart, dass ich mich mit meinen WOM-Influencers aktiv austausche. Dialog bedeutet eben nicht nur das Tracken von Tweets und Blogartikeln, sondern in seinem Kern ein direkter Austausch mit relevanten Bloggern bzw. Twitterern. So kann bisher kein Tool der Welt den Aufbau von Vertrauen übernehmen. Die einen mögen dies verfluchen, ich dagegen freue mich. So sagt dies doch aus, dass sich eine gute PR gerade in Zeiten der Krise nicht so einfach wegrationalisieren lässt.