Jungs, lasst eure Schnauzer sprießen – es ist Movember! Jedes Jahr im November dürfen sich die Herren der Schöpfung ungeniert einen Pornobalken stehen lassen. Und das auch noch für einen guten Zweck. Um das Bewusstsein für Prostatakrebs sowie andere Männer-typische Erkrankungen zu stärken und Spendengelder zu sammeln, ruft die Organisation Movember and Sons jährlich Männer dazu auf, sich einen Schnurrbart (engl. Moustache) wachsen zu lassen.

2003 wurde in Australien erstmals zum Movember animiert. Dank der viralen Verbreitung im Internet blieb der Movember kein lokales Phänomen, sondern entwickelte sich zum globalen Oliba-Movement. Auf der offiziellen Website movember.com können sich die teilnehmenden Mo Bros registrieren und ihren Bartwuchs dokumentieren. Mehr als „1.000.000 registrierte Unterstützer weltweit“ beteiligen sich inzwischen an der Aktion – davon  „immerhin über 4.000 aus Deutschland“, wie auf der deutschen Movember Facebook Page am 13.11.2012 zu lesen war.

Darunter übrigens unser Social Media Director Jo, dessen Bartpracht schon einige Rates bekam.

Den ganzen November über wird getrimmt, gestylt und gekämmt. Doch nicht nur in der movember.com-Community und den jeweiligen Facebook Fanpages tauschen sich die Mo Bros aus: Youtube spielt eine ebenso große Rolle bei der erfolgreichen Ausbreitung des haarigen Massenphänomens. Jedes Jahr werden Mo-Videos (meist mit Tipps zur perfekten Schnurri-Zucht) in Windeseile im Netz hochgeladen, angeklickt und weitergeleitet und machen so auf die Aktion aufmerksam. Gerade eben (Ende Oktober 2012) stellte beispielsweise der stolze Mo Bro und Schauspieler Nick Offerman das ironische Schnauzer-Video „How to grow a Moustache with Nick Offerman“ live, das heute fast 873.000 Klicks verzeichnet.

Der Movember ist ein Paradebeispiel für ein virtuelles Massenphänomen mit Real-Life-Bezug – Bewegungen, die online sowie offline weitergetragen werden. Am Anfang war der Flashmob, der es längst in den Mainstream nach Hollywood geschafft hat. Kurz darauf lösten Planking, Owling und Teacupping die Mobs ab und die Fanbase fotografierte sich als flach liegende Bretter, Eulen oder Teekannen. Während dabei der reine Spaß im Vordergrund steht, nutzen Engagierte die Idee des Flashmobs auch, um auf politische, wirtschaftliche und soziale Probleme hinzuweisen. Andersrum – erst offline, dann online – geht’s übrigens auch: Die roten Schleifen beispielsweise, die solidarisch am Welt-Aids-Tag getragen werden, können nicht nur an Jacken, sondern auch am Profilbild befestigt werden: https://www.welt-aids-tag.de/.

Die Macht und Möglichkeiten des Internets kann unserer Meinung nach, noch viel öfter genutzt werden, um sich für Gutes zu engagieren und wir würden uns tierisch freuen, noch mehr Jungs im November mit einem schicken Oliba zu sichten. Deshalb plädieren wir: Männer, lasst die Haare stehen!