social-media-wagonLaut dem neusten Report „Community und Social Media Study“ des amerikanischen E-Commerce-Berater e-Tailing Group in Zusammenarbeit mit PowerReviews, einem Provider für professionelle Kunden-Bewertungsplattformen, gehören Facebook and Twitter zu den am meisten genutzten Social Communities im Bereich Social Commerce.

In Zeiten der Rezession sehen immer mehr Unternehmen Social Media Marketing als neue Chance ihre Produkte an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Generell nimmt der Bereich Social Media Marketing einen immer größer werden Bereich im E-Commerce ein.

Über 50 Prozent der bisherigen Online-Retailer nutzen laut Studie bislang im Schnitt fünf Social Media Tools für die Promotion ihrer Marke und ihres Online-Shops: 86 Prozent davon setzen hier eine Facebook Fanpage ein, 65 Prozent nutzen Twitter für die Kommunikation ihrer Marke bzw. ihrer Produkte, 55 Prozent suchen den Dialog mit ihren Kunden über Verbraucherplattformen und Blogs und 50 Prozent seeden ihre Botschaft mit einem Viral-Clip.

Laut Studie haben drei Viertel der 117 befragten Unternehmen ihren Einsatz im Bereich Social Media in den letzten sechs Monaten forciert und möchten ihre Aktivitäten hier auch weiterhin ausbauen. Lauren Freedman, Präsident der e-tailing Group, ist der Überzeugung, dass die Integration von Social Networking mit E-Commerce die Schwelle zur kritischen Masse erreicht hat. Freedman ist der Meinung, dass das Engagement der Kunden als Messlatte und ernstzunehmender Faktor wahrgenommen werden muss. Der Mangel an Kontakten über Social Media und Communities wird ihrer Meinung nach früher oder später eine negative Auswirkung auf das Unternehmen haben.

Neben dem Ziel mehr Umsatz im Online-Shop zu generieren, hat die Studie herausgefunden, dass es hauptsächlich drei Motive gibt, warum Online-Retailer auf Social Communites aktiv werden:

  1. Unternehmen möchten Teil der Social-Diskussion über ihre Proudkte und Dienstleistungen sein und vor allen Dingen entgegen steuern, dass ihr Markenbild von Konsumenten oder Mitbewerbern negativ verändert wird.
  2. Unternehmen möchten als up-to-date gesehen werden. Dies gilt natürlich auch in ihren eingesetzen Marketing-Technologien.
  3. Retailer haben Angst davor, dass sie wertvolle Kontakte an Mitbewerber verlieren, die mehr social agieren und wählen deshalb den Weg über Social Communitites.

Interessante Motive, die meiner Meinung nach jedoch viel mehr davon zeugen, dass die Entscheidung aus dem Druck der öffentlichen Meinung heraus geschieht und nicht aus der Überzeugung, die positiven Seiten von Social Media zu nutzen – dies wäre in erster Linie der direkte Austausch mit allen interessierten Usern (Kunden, Medienmacher, Mitbewerber usw.) . Prinzipiell finde ich die Motivation aus Unternehmensseite gesehen zwar verständlich, aber sehe hier durchaus die Gefahr, dass manche Unternehmen noch nicht wirklich „bereit“ sind social zu kommunizieren, und einfach mal profelaktisch einen Corporate Twitter-Account und die eigene Facebook-Fanpage eröffnet haben. Bevor man den Weg von Social Media Marketing einschlägt, muss man jedoch die internen Strukturen und Verantwortlichkeiten geklärt haben. Die alles entscheidende Frage, die man sich als Unternehmen stellen sollte:

Bin ich bereit für einen transparenten Dialog mit allen Stakeholdern?