Kürzlich haben wir Einblicke in peinliche Wahlwerbung gegeben. Die Süddeutsche hat es noch mal weitergesponnen und sich überlegt, wie die Facebook-Profile einiger politischen Größen aussehen könnten. Hier mal eine erste Demo, was Angie auf ihrer Pinnwand vom besten gibt.
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… aber jetzt mal Spaß beiseite. Warum sind die Politiker eigentlich nicht auf Facebook vertreten? Haben sie Angst vor der ständigen Erreichbarkeit, die die Pflege eines Social Media Profils benötigt, oder herrscht hier schlicht und ergreifend noch die Einstellung: “ Social Media ist eh nur was für junge Leute?“ 4856_118292313501_118288913501_2973877_745661_n-1Da könnte man natürlich auch gleich die Gegenfrage stellen: Wollt ihr die jungen Leute denn nicht erreichen? Wenn ja, dann solltet ihr sie genau da abholen, wo sie auch selbst aktiv sind. Die Filmindustrie macht es mal wieder vor und lässt den HSP-Kanzlerkandidaten Horst Schlämmer via Facebook auf Stimmen- und natürlich auf Zuschauerfang gehen. In weniger als einem Monat hat Horst Schlämmer bereits 15,421 Fans auf seiner Page gewonnen.
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Ein nicht zu verachtendes Resultat, gerade weil hier die Interaktion so einfach ist. So schreibt Horst kaum selbst was auf seiner Pinnwand, sondern lässt seinen Fans den Vorzug, die sich stolz als Fan outen und Herrn Schlämmer ihre vollste Unterstützung zusagen.
Wenn das mal keine authentische Werbekampagne ist. Wäre natürlich zu überlegen, ob Angie, Obama & Co hier auch so viel Vertrauen in ihre Fangemeinde stecken und diese zum Posten auf der eigenen Pinnwand animieren?

Abgesehen von dieser Frage, glaube ich persönlich fest daran, dass die politische Kommunikation immer mehr den Web2.0-Weg einschlagen wird, denn früher oder später werden die Parteimitglieder bzw. die Anhänger der konkurrierenden Parteien sowieso Fan- bzw. Anti-Gruppen in Social Communities gründen. Daher wäre es natürlich wichtig, dass die Politiker den Sprung auf den Internet-Zug nicht verpasst. Denn gerade hier zählt das Prinzip: First come, first serve!