Social Media – auch für Unternehmen kein Fremdwort mehr. Mittlerweile werden Social-Media-Aktivitäten stark in den Marketingmix eingebunden. Das belegt auch die „Marktforschungsstudie zur Nutzung Alternativer Werbeformen im Internet“ der GfK im Auftrag der webguerillas.

Nach wie vor setzen Marketing-verantwortliche bei ihrer Kommunikation auf klassische PR (92,3 Prozent) und Online-PR (81,6 Prozent), dicht gefolgt von Print-Werbung (81,1 Prozent) und Online-Werbung (79,4 Prozent). Doch auch Social-Media-Maßnahmen können sich etablieren: Die Nutzung vervierfachte sich im Vergleich zu 2007  auf 56,7 Prozent. Wachsender Beliebtheit erfreut sich auch Keyword-Advertising. 2005 lag die Nutzung bei nur 14,5 Prozent und erreichte zwei Jahre später bereits 36 Prozent. Heute setzen 54,1 Prozent der Befragten auf diesen Kommunikationsbaustein. Die Nutzung von Word-of-Mouth-Marketing liegt bei 36,9 Prozent und konnte sich damit in den letzten vier Jahren mehr als verdoppeln. Ein starkes Wachstum verzeichnen Virale Konzepte schon seit 2003: Damals nutzten 15 Prozent der Marketingverantwortlichen diese Werbeform, vier Jahre später (2007) bereits 30 Prozent und heute liegt der Wert bei 39,1 Prozent. Guerilla-Marketing erholt sich nach einem Einbruch (2007: 25,5 Prozent; 2005: 33,1 Prozent) und liegt jetzt bei 30,9 Prozent.

Nutzung der Werbeformen – GfK-Studie 2009

Das Hauptproblem der Werbung wird – wie auch schon in den Jahren zuvor – auf der Seite der Werbetreibenden gesehen. So ist es weiterhin das bereitgestellte Werbeangebot, das von den Befragten als zu umfangreich (40,3 Prozent, 2007: 46 Prozent) und zu ineffizient (34,3 Prozent, 2007: 29,8 Prozent) angesehen wird – getreu dem Motto „Masse statt Klasse“. Ein weiteres Problem: Werbung ist genau wie 2007 zu langweilig und kann nur noch selten begeistern und faszinieren (38,2 Prozent, 2007: 39 Prozent).

Probleme der Werbung – GfK-Studie 2009

Die Stärken Alternativer Werbeformen werden von immer mehr Unternehmen erkannt: Virales Marketing kann faszinieren und dadurch zu einem Selbstläufer werden. Deshalb sehen 38,2 Prozent darin eine gute Möglichkeit, zusätzliche Reichweite zu gewinnen. Word-of-Mouth-Marketing wird wie 2007 eine große Wirkung hinsichtlich einer Erhöhung der Kontaktqualität zugesprochen (33,5 Prozent). Als besonders spektakuläre Werbeform wählen 34,3 Prozent der Befragten Guerilla-Marketing. Aufgrund dieser Eigenschaften setzen Marketingverantwortliche Alternative Werbeformen immer häufiger als sinnvolle Ergänzung innerhalb des klassischen Marketingmix ein.

Und wie sieht es mit der Investitionsbereitschaft aus? Gut! Trotz der aktuell schwierigen Wirtschaftslage gehen fast alle Befragten (97,4 Prozent) davon aus, dass die Investments in Alternative Werbeformen nicht sinken werden. Insgesamt liegt die Investitionsbereitschaft jedoch immer noch unterhalb von 10 Prozent des Gesamt-Marketingbudgets.

Investitionen in Alternative Werbeformen – GfK-Studie 2009

Die Studie zeigt deutlich: Neue Kommunikationskanäle werden immer häufiger eingesetzt, um die Zielgruppe zu erreichen. Wir blicken also einer spannenden Zukunft entgegen.

Weitere Infos zur Studie und noch mehr Ergebnisse gibt’s hier.