Seit Wochen erscheint ein Beitrag nach dem anderen zum Thema Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko. Zahlreiche Versuche, das Drama der „Deepwater Horizon“ zu stoppen, sind gescheitert. BPs Image leidet massiv unter dem Vorfall. Nicht ganz unschuldig daran, ist BP selbst. Der Ölkonzern gerät aufgrund seines Verhaltens und seiner mangelhaften Reaktionen in die Kritik. Der Aufruf von Politikern, BP zu boykottieren, die Presse und die gescheiterten Versuche erhöhen beständig den öffentlichen Druck. Um den klassischen Medien zuvor zu kommen und die Nachrichten direkt den Usern zuspielen zu lassen, hat BP direkt nach dem Vorfall eine Facebook-Seite und ein Twitter-Account eingerichtet. Dennoch, BP wird im Social Web auseinander genommen und heiß diskutiert.

Auf Facebook haben sich zahlreiche User zusammengeschlossen und boykottieren BP. Die Seite „Boykott BP“ hat mit über 230.000 Fans sogar mehr Anhänger, als die offizielle Seite des Ölgiganten (knapp 28.000 Fans).

Für Greenpeace ist BPs Ölkatastrophe natürlich gefundenes Fressen. Auf ihrer Homepage ruft der Umwelt-Verfechter auf, das sonnige Logo des Ölkonzerns neu zu erfinden. Die ersten Entwürfe können auf Flickr begutachtet werden.

Aber damit nicht genug. Auch auf Twitter schlägt das Ereignis hohe Wellen. Ein entzürnter Twitterer macht hier mit über 96.000 Followern seinem Ärger im Namen von BP Luft. Seine Unstimmigkeit ist kaum zu überhören.

Es wird dunkel um den Ölkonzern. Auf allen Social Media Kanälen wird BP diskutiert, auseinander genommen und nicht wieder zusammengeflickt.

Wie kann sich BP aus dieser Krise noch retten? Kann sich der Konzern überhaupt noch retten? Wird sich BP jemals von diesem Imageschaden erholen? Wird BP das Ölloch je dauerhaft schließen können? Fragen über Fragen…