Dass sich das Fernsehverhalten verändert hat, wissen wir spätestens seit der Studie „Media Multi-Tasking 209“ der EIAA. Heute werden während des Fernsehschauens keine Chips mehr gegessen, sondern es wird getwittert was das Zeug hält. Aber das ist noch nicht genug. Die Fernsehgewohnheiten werden gewaltig umgekrempelt. Und wer ist Initialzünder? Google natürlich.

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Die Gerüchte werden immer lauter, dass Google zusammen mit Sony und Intel Ernst macht und „Smart TV“ auf den Markt bringen. „Smart TV“ kann mit Hilfe einer Settop-Box empfangen werden, auf der Googles Handy-Betriebssystem Android läuft. Der Kooperationspartner Intel entwickelt die CPU und Sony will als erster Hersteller Fernsehgeräte, ausgestattet mit dem Google-TV und den Settop-Boxen, in die Läden bringen. Des Weiteren steuert Logitech noch eine Fernbedienung bei. Die ersten Geräte sollen heute und morgen auf der Entwicklerkonferenz Google I/O 2010 in San Francisco präsentiert werden. Wie es aussieht, können wir bald schon gleichzeitig fernsehen, facebooken, twittern und chatten. Und das alles auf einem Gerät.

Mit seinem Internet-TV will Google neue Werbemärkte erschließen und wichtige Informationen zum Fernsehverhalten der User erlangen. So kann der Konzern seine Werbeanzeigen weiter deutlich personalisieren.

Google kann sich damit noch mehr Informationen zu unseren Gewohnheiten, Vorlieben und Interessen beschaffen. Streetview scheint noch nicht genug zu sein. Google lässt keine Gelegenheit aus, Daten von Usern zu sammeln. Der Gigant speichert neben Login-Daten, Suchanfragen, welche Websites besucht wurden und unseren WLAN-Daten jetzt auch noch unsere Fernsehgewohnheiten.

„Smart-TV“ unterstützt nebenbei auch die Entwicklung, die Grenzen zwischen Fernsehen und Computer noch stärker zu verwischen. Was aus dem guten, alten Fernsehapparat und unserem Fernsehverhalten wird, wird uns die Zukunft zeigen – oder besser gesagt Google.