Die Sommerspiele in Athen 2004 waren die ersten richtigen Internetspiele, die Sommerspiele 2008 in Peking die ersten digitalen Spiele und 2010 finden in Vancouver die ersten Social-Media-Spiele statt. Denn Social Media macht auch vor Olympia keinen Halt. Das International Olympic Commitee (IOC) startet auf Facebook, Twitter und Co aktiv durch und legt Social-Media-Richtlinien für alle Olympioniken fest.

Die so genannten „Blogging-Regeln“ schreiben den Sportlern genau vor, was, worüber und wie genau sie bloggen und posten dürfen. So dürfen die Olympioniken beispielsweise nicht journalistisch aktiv werden und über Konkurrenten, Teamkollegen und interne Abläufe berichten. Dennoch werden die Sportler dazu aufgefordert Social Media Plattformen, wie Facebook und Twitter aktiv zu verwenden und in aller Munde zu sein – unter Vorbehalt der Social-Media-Richtlinien.

Lindsey Vonn, die weltweit beste Skirennfahrerin, postete auf ihrem Facebook-Profil, dass sie für einige Zeit nicht berichten könne, aufgrund der besagten Social-Media-Richtlinien vom IOC und sorgte damit nicht nur für großen Wirbel bei Fans, Medien und IOC, sondern auch für Erklärungsbedarf.

Verstößt ein Olympionik gegen die Richtlinien, kann es sein, dass er nicht an den Olympischen Spielen 2010 teilnehmen darf. Das IOC hat beschlossen, bei Vorliegen eines Verstoßes, alle Maßnahmen zu ergreifen, die es für geeignet hält.

Dieser Fall zeugt davon, dass Social Media sogar die Olympischen Spiele 2010 erobert hat. Die Frage ist nur: ist nicht genau das, was den Sportlern mit den Richtlinien verboten wird, das was sie während den Olympischen Spielen beschäftigt? Können Social-Media-Richtlinien die Macht des sozialen Netzwerkens und den Drang sich mitzuteilen überhaupt kontrollieren?