Seit heute im Web: Podknast (der „Podcast“ aus dem „Knast“), kurze Videosequenzen, die über den „Knast“ berichten.

Die Idee ist, durch Videobilder noch mehr Authentizität zu vermitteln und dadurch entscheidend interessanter für Jugendliche zu werden. Die Podcasts sollen Einblicke in den Alltag der am Projekt beteiligten Justizvollzugsanstalten liefern. Finde ich ein spannendes Projekt, welches das Justizministerium NRW in Kooperation mit der der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen aufgesetzt hat.

podknast-podcast

Es wendet sich an unterschiedliche Zielgruppen. Primär möchten die beteiligten Jugendstrafvollzugseinrichtungen mit dem Projekt die jungen Strafgefangenen dazu bewegen, sich mit sich selbst, ihrer Geschichte aber auch mit ihrem kriminellen Verhalten und den Ursachen hierfür auseinander zu setzen.

Sekundäres Ziel von Podknast ist, durch mehr Transparenz und Information potentiell gefährdete Jugendliche über den Jugendstrafvollzug und die Konsequenzen für sie selbst im Falle einer Inhaftierung aufzuklären. Die Jugendlichen sollen über die Podcasts erkennen, dass es nicht erstrebenswert ist, in einer Justizvollzugsanstalt zu sitzen, und sie alles daran setzen sollten, nicht in den Strafvollzug zu kommen. – Na ja, ob das gelingt … Was meint Ihr?

Zielgruppen sind daneben Bewährungshilfe, Jugendhilfe, Drogenberater und Lehrer etc., die diese Informationsquelle nutzen können, um Jugendlichen ein reales Bild vom Vollzugsalltag zu vermitteln.