… na ja, jedenfalls das Social Network ilikemystyle.net. Die Fashion-Community, die 2008 mit einem silbernen Lead Award in der Kategorie Webcommunity des Jahres ausgezeichnet wurde, gibt ihren Usern die Möglichkeit, anhand von Fotos den eigenen Style bewerten zu lassen.

Nun wird sie zum Vorreiter von User-Gernerated-Print-Magazinen. Denn „I like my Style Quarterly“ bündelt die besten Bilder und Kommentare zwischen Usern des Social Networks in einem quartalsweise erscheinenden Print-People-Magazin.

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Das auf Englisch geschriebene, internationale Heft erscheint mit einer Erstauflage von 20.000 Exemplaren neben Deutschland auch in Frankreich, Neuseeland und den USA und kostet 12 Euro.

Die Herausgeberin und Chefredakteurin Eva Munz in einem Interview mit MEEDIA: „Das Magazin setzt da an, wo das Netzwerk aufhört“.

Wieso braucht ein Sozial Network ein Print-Magazin?

Im Netz geht alles immer furchtbar schnell.  Wir wollten unseren Usern zum einen eine Momentaufnahme des rasenden Informationsstroms bieten, eine Art Gedächtnis. Zum anderen ist das Quarterly nicht einfach eine Printversion der Highlights, sondern durch neue Kontexte und Querverweise werden viel komplexere Themen behandelt. Und wir stiften Dialoge zwischen Leuten, die vielleicht am ganz anderen Ende der Welt sitzen. Das Magazin setzt da an, wo das Netzwerk aufhört.

Wie viele der 20.000 Ilikemystyle-User sind im aktuellen Heft zu sehen? Wie wurden diese ausgewählt?

In der ersten Ausgabe sind ca. 90 User zu sehen. Wir haben in Bildern nach Geschichten gesucht, nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden und dann haben wir den jeweiligen Usern geschrieben und sie gefragt, ob sie etwas beitragen möchten. Die Resonanz war ziemlich umwerfend.

Wie viele Fotos sind davon bearbeitet worden?

Von unserer Redaktion wurden keine der Bilder bearbeitet. Manche Bilder wurden lediglich dem Layout angepasst, also neu beschnitten und druckfertig gemacht. Wir maßen uns nicht an, die fabelhafte Ästhetik unserer User zu zensieren.

Wie war die Reaktion der Social-Media-Gemeinde?

Begeistert. Viele haben erkannt, dass Ilikemystyle Quarterly ein People’s Magazine ist und unsere User darin zu Celebrities werden.

Wen soll das Heft ansprechen?

Jeden, der sich im weitesten Sinne für Stil und Ästhetik interessiert und neugierig auf die Welt ist.

Wie finanziert man so ein Heft?

Wir haben einen fantastischen Partner in Mercedes-Benz gefunden, der nun auch die zweite Ausgabe unterstützt. Ansonsten entwickeln wir mit verschiedenen Werbepartnern maßgeschneiderte Advertorials, die wir gemeinsam mit unseren Usern produzieren. Für klassische Printwerbung sind wir auch offen.

Wir finden: „I like my Style Quarterly“ ist eine tolle Art, die ungreifbare Welt des Web 2.0 greifbar zu machen.