Dass der Wahlkampf schon längst im Social Web ausgetragen wird, steht außer Frage. Doch wie Social müssen junge oder auch ältere Politiker wirklich werden, um auch in Zukunft die Wähler dieses Landes zu erreichen?
Vermitteln Tweets von Abgeordneten über ihren politischen Freizeit und Jobstress tatsächlich Bürgernähe Picture 2
oder wird Twitter hier nicht als weiterer Kanal für einen klassischen PR-Feldzug genutzt. CSU-Direktabgeordneter im Deutschen BundestagDr. Andreas Scheuer möchte mit seinem interaktiven Blog MdB 2.0 vor allen Dingen „neue Kommunikationswege unterstützten“, auch wenn diese in seinen Worten bisher eher „noch etwas für Feinschmecker sind“. Doch Scheuer ist der Meinung, dass sich die politische Kommunikation in diesen Bereich weiterentwickeln wird.

So berichtet er in dem so geannanten Bundestagebuch mit vier seiner Abgeordnetenkollegen via Podcast über seine alltäglichen ToDos und Termine. Die Frage, die bei mir hier aufkommt:

Wie Social sollten Politiker werden?

Möchten die jungen Wähler tatsächlich über Twitter, Facebook, YouTube& Co erfahren, welches Hemd Politiker A bei seinem bevorstehenden Termin zu tragen gedenkt, oder dient der ganze Politik2.0-Hype nicht einfach nur zur weiteren Ablenkung von den eigentlichen Inhalten der Wahlprogramme. Hier mal ein sehr interessantes Spiegel-Video zu diesem Thema! Das große Vorbild in Sachen Wahlkampf2.0 ist hier wie sollte es auch anders sein, natürlich die USA. Picture 3Die Veranstaltung Politik im Web 2.0: Die Methode Obama am 11. Oktober im Amerika-Haus in Berlin kann hier eventuell ein paar Klarheiten schaffen, wie es Barack Obama und seine Partei damals im Wahlkampf schaffte via Social Media Gleichgesinnte zu mobilisieren, gemeinsame Wahlkampfaktivitäten in ihrem Bezirk zu planen. Bisher ist dieser Kommunikationsansatz im deutschen Wahlkampf2.0 leider ausgeblieben.