Die kanadische Sängerin Carly Rae Jepsen hat mit ihrem Ohrwurm „Call me maybe“ einen der Sommerhits 2012 gelandet. Die Single erschien allerdings nicht pünktlich zur diesjährigen Sommersaison, sondern bereits im September 2011 – ohne viel Erfolg.

Die große Wende kam für Carly Rae Jepsen durch berühmte Unterstützung: Als Ende 2011 der kanadische Popstar Justin Bieber (über 28 Millionen Follower) und seine Freundin Selena Gomez (über 12 Millionen Follower) über den Song twitterten, wurden nicht nur die Millionen Follower der beiden auf den Song aufmerksam, sondern auch diverse Manager, Plattenfirmen und Produzenten. Carly Rae Jepsen und ihr Popsong erlangten immer mehr Aufmerksamkeit.

Doch das ist noch nicht alles: Justin Bieber und Selena Gomez machten sich einen Spaß daraus, eine eigene Version des Liedes zu drehen und lösten dadurch einen regelrechten Hype aus:

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Immer mehr Stars fingen an, „Call me maybe“ zu covern, ihre eigenen Versionen zu performen und diese über YouTube zu verbreiten. Aber auch einige besondere Versionen von „Call it maybe“ – so der Barack-Obama-Dub

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und die Version „Share it maybe“ des Krümelmonsters der amerikanischen Sesamstraße erreichten Millionen von Zuschauern.

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Dank einiger Tweets und YouTube-Videos der genau richtigen Leute hat Carly Rae Jepsen einen Onlinetrend losgetreten und eine weltweite Karriere gestartet. Diesen Hype haben auch einige Marketing-Experten übernommen – Carly Rae Jepsens Erfolg mit „Call me maybe“ wurde als Vehikel genutzt, die eigene Marke oder ein Produkt bekannt zu machen.  Das erfolgreichste Beispiel ist Abercrombie & Fitch. Das US-amerikanische Modeunternehmen bat Mitarbeiter aus Flagshipstores weltweit, eigene Videos zu „Call it maybe“ zu drehen. Das Ergebnis ist ein YouTube-Video mit über 15 Millionen Views, denn dieser Clip wurde vom Erfolg des Originals viral mitgetragen:

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Auch die Cheerleader der Miami Dolphins haben es geschafft, von der Popularität des Songs zu profitieren: Mit ihrem Remix-Video haben sie ihren Bademoden-Kalender 2013 beworben – und mehrere Millionen Klicks bei YouTube erhalten:

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Diese beiden Beispiele zeigen, dass es sich lohnen kann, auf Online-Trends zu achten und diese geschickt für sich zu nutzen.