Ergänzung zum Post vom 3. April.

Die Diskussion um die Britischen Gesetzesinitiative zum „Buzz Marketing“ kommt auch hierzulande ins Rollen. So wird das Thema inzwischen bei zahlreichen Blogs und Fachportalen heiß diskutiert. Ein Artikel, in dem ich zitiert werde, ist auf iBusiness zu lesen.

Da in diesem jedoch einige Dinge etwas durcheinander geworfen werden, will ich hierzu nochmals Stellung nehmen. So heißt es in dem Artikel u. a. „Auf Agentur-Seite ist die neue Regelung längst Common-Sense. Sowohl Martin Oetting, Leiter Forschung bei der Marketing-Agentur Trnd als auch Eicher raten Werbetreibenden dringend vom Einsatz von Buzz-Marketing ab.“

Das ist natürlich so nicht richtig und wäre auch völlig absurd, denn wir erzeugen ja tagtäglich „Buzz“ für unsere Kunden und haben, wie Ihr vielleicht wisst, gerade erst eine Unit für Empfehlungsmarketing gegründet.

Also, noch mal von vorn:

„Buzz-Marketing“ ist ein Begriff, der aus dem Amerikanischen kommt. Er bezeichnet, allgemein formuliert, Vermarktungsmaßnahmen, die Gespräche über ein Produkt bzw. eine Marke auslösen.

Eine besondere Form dieses Buzz-Marketings ist das als Word-of-Mouth-Marketing bezeichnete Empfehlungsmarketing, das wir – anders als dies im aktuellen Artikel der iBusiness anklingt – nicht kritisch betrachten, sondern sogar als ein enorm wichtiges Marketinginstrument verstehen. Unter anderem deshalb, weil im Zusammenhang mit word-of-mouth-Projekten authentisches Userfeedback generiert wird.

Versucht jedoch jemand Buzz durch „gefakte“ Eintragungen oder Konsumentenempfehlungen zu erzielen, ist dies nicht mehr Buzz Marketing, sondern schlicht und ergreifend: SPAM.

Mit anderen Worten: Buzz-Marketing ist nicht verdeckte Werbung, sondern lebt ganz im Gegensatz von der Offenheit der Gesprächspartner! – Hier bringt der Beitrag auf iBusiness etwas durcheinander.

Und deshalb gibt es bei der Diskussion um die Gesetzesnovellierung auch kein gutes und böses Buzz Marketing: Es gibt nur Buzz Marketing und Spam. Eigentlich ganz einfach, oder?!