Ein Trend, der im Zuge des Networking-Booms im Internet nicht lange auf sich warten ließ, ist die Bildung von „Meta Social Networktools“. Das sind Websites, die die Daten von anderen, meist erfolgreichen Social- und Mediashareplattfomen (wie MySpace, flickr! oder YouTube) scannen, Tags kombinieren und/oder Profildaten aggregieren. Jookster, Wink, Snag, CoComment oder weeworld sind Vertreter dieser Reihe:

Jookstersnag

Ich denke, solchen „Networks of Networks“ gehört die Zukunft. Denn (100% mehr Convenience!), viele User sind es einfach leid, zum siebten Male ihre Profildaten einzutragen, wenn sie dies bereits bei sechs Social Plattformen getan haben.

winkweeworld

Ein weiterer Aspekt, denke ich, ist wichtig, zu betrachten. Speziell die „Meta Social Networktools“ neueren Typs (wie Jookster) begründen sich im Wesentlichen nicht über die Verknüpfung von soziodemographischen Daten, sondern vielmehr über die Aggregation von Content! Da geht es nicht darum, aus verschiedenen Networks alle 28-jährigen Männer aus München zusammenzufassen. Sondern aufzuzeigen, wer interessiert sich in den einzelnen Networks z. B. für Independent Music und was hat er hierzu abgelegt. Das ist der kleine, aber feine Unterschied.
CoComment

„Meta Social Networks“ fassen also zusammen, verknüpfen persönliche wie thematische Daten unterschiedlicher Plattformen. Aber nicht nur das. Eine wesentliche und für das Miteinander im Internet bedeutende Folgeerscheinung solcher Tools ist: Sie machen persönliche Historien sichtbar!

War es früher im Web möglich, hier als Mister Spock und dort als Schäferhund (also unbekannt, ohne wirkliche Identität) zu agieren, tragen solche Meta-Tools dazu bei, dass die Spuren, die ein User im Netz hinterlässt, sichtbar werden – und helfen, seiner Identität ein Gesicht zu verleihen. Was wiederum zur Folge hat, dass die User – gerade weil ihre Internet-Historie mehr oder weniger gut nachvollziehbar ist – unterschiedliche Reputatutionslevel erhalten.

Anders ausgedrückt: Für Blog- und Forenspammer brechen schwere Zeiten an. Denn mit Hilfe übergeordneter Metaplattformen ist es wahrscheinlich bald noch leichter, diese zu entlarven.