Die meisten von Euch werden digg.com (oder ähnliche Dienste wie yigg.de) kennen: Es sind Social Bookmarking Plattformen, bei denen jegliche Art von News (Nachrichten, Blogbeiträge, Videos, Bilder, Podcasts …) von den Nutzern eingestellt und der Gemeinschaft zur Verfügung gestellt werden. Die anderen Nutzer geben dem Beitrag/Fundstück dann eine Bewertung („diggen“ = positiv bewerten, „bury“ = abwerten).

digg.com hat seiner Community nun eine Idee zur Diskussion gestellt, bei der mit bezahlten Anzeigen (Digg Ads) ähnlich umgegangen werden soll. Heißt: Die User sollen durch ihr Voting zukünftig bestimmen können, welche Anzeigen auf digg.com zu sehen sind und welche nicht.

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So weit so gut, der Clou kommt aber hinten dran: Denn je positiver eine Anzeige bewertet wird (also je relevanter für die Community), desto weniger hat der Werbende zu zahlen. Umgekehrt muss ein Werbekunde überproportional viel zahlen, wenn die Beurteilung für seine Anzeige schlecht ausfällt. Man wird also indirekt dazu gezwungen, Anzeigeninhalte auf das Interesse der Community auszurichten.

Was meint Ihr: innovatives Marketing oder Schnapsidee? Echte Marketing Demokratie oder Augenwischerei? Vorbild für andere Plattformen oder doch eher nicht generalisierbar?