Die Beliebtheit von Dating-Plattformen steigt nach wie vor stetig. Immer mehr Singles nutzen die Möglichkeit abseits von den klassischen Treffpunkten Kneipe und Fitness-Studio über Internetportale den Traumpartner zu treffen. Doch das Internet schafft nicht “nur” Verbindungen, sondern ist in vielen Fällen auch ein Grund, warum Beziehungen in die Brüche gehen.

In dem Video von Throw’d TV, wird deutlich, dass Facebook das perfekte Tool ist, wenn es darum geht seinen Partner eifersüchtig zu machen. Wie man das macht? Ganz einfach. Wenn der letzte gemeinsame Abend mal nicht so harmonisch verläuft, stellt man am nächsten Morgen bei Facebook ganz einfach seinen Beziehungsstatus von “in a relation” auf “it’s being complicated” um. So zeigt man seinem bzw. seiner Liebsten nicht nur, dass man in Null Komma nichts weg sein kann, sondern präsentiert sich in seinem virtuellen Freundeskreis auch als “bald vogelfrei”, denn die Phase der “komplizierten Beziehungen” lässt bei vielen gleich die Alarmglocken läuten.

facebookDie Karrierebibel
hat erst kürzlich über eine amerikanische Studie berichtet, die belegt, dass Facebook tatsächlich eifersüchtig macht, da zu viele Informationen über den eigenen Partner Neid und Unsicherheit fördern können. 

Von den 308 Studenten, die sich an der Studie beteiligten, verbrachten täglich rund 39 Minuten auf Facebook und besaßen zwischen 25 und 1000 “Freunde”. Bei der Geschlechterverteilung fiel allerdings auf, dass die Frauen mehr Zeit auf Facebook verbrachten und auch deutlich eifersüchtiger reagierten als die Männer. Tatsächlich besteht ein erkennbarer Zusammenhang zwischen der Facebook-Zeit und anschließenden Eifersuchtsgefühlen. Hier ein Auszug aus den Ergebnissen:

„The open nature of Facebook gives people access to information about their partner that would not otherwise be accessible. As one participant reported, “it turns people into nosey parkers…all of that personal information is totally unnecessary, but no one can help themselves.“

Zwei Drittel der Teilnehmer haben im Netzwerk Ex-Partner als Freunde verlinkt, 78,9 Prozent berichteten sogar, dass ihre Partner dort die Verflossenen als Freunde aufgenommen hatten. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die ehmaligen Partner aus den Kontakten zu löschen, um hier ein möglichst schwereloses virtuelles Dasein zu führen, aber es geht auch anders.



Kürzlich erzählte mir ein Bekannter sogar, dass die eigene Ex-Freundin, mit der er sich nach wie vor gut verstehe, ihn ab und zu darum bittet auf ihrer Pinnwand verlockende Nachrichten wie: “Magst später zum Essen bei mir vorbeischauen?” postet, um den aktuellen Lover auf Trab zu halten. Denn um so mehr Nebenbuhler hier virtuell in Erscheinung treten, desto mehr geben sich die Herren der Schöpfung Mühe. Virtuelle Jagdinstinkte wecken, könnte man diese Strategie auch bezeichnen. 


Die Rachefeldzüge auf Facebook sind dadurch gekennzeichnet, dass man zweideutige Kommentare zu den neusten Statusmeldungen seiner attraktivsten, virtuellen Facebookfreunde schreibt, während man die Updates des eigenen Partners bewusst ignoriert, oder aber gleich mehrere Nachrichten auf der eigenen Pinnwand postet, in denen man in blumiger Sprache bekundet, wie sehr man sich über das letzte Telefonat gefreut hat oder den Abend erwartet. (wobei der eigene Partner genau weiß, dass man sich an dem Abend nicht sehen wird.)



Mein Fazit dazu: Es gibt sicherlich schon die ein oder andere Beziehung, die mit Hilfe von Facebook, sudiVZ gescheitert ist, doch ich persönlich glaube daran, dass die Social Communities nicht Schuld daran tragen. Hier stellt sich die Frage, wie man selbst die Informationen des eigenen Netzwerks nutzt bzw. welche Informationen man selbst weitergibt. Wer nichts besseres zu tun hat, als das Profil seines Partners täglich nach Spuren der Untreue zu durchsuchen, wird sicherlich auch genau das finden was er sucht. Aber mal ehrlich. Am Ende des Tages liegt es immer noch an einem Selbst, ob man das Spiel der “emotionalen Schnitzeljagd” mitspielt, oder einfach auf “Ausloggen” klickt, wenn die Sucht des Eifers über einen kommt.

In diesem Sinne. Ich respektiere, dass mich mein fast schon krankhaft eifersüchtiger Exfreund damals aus seinen Facebook-Kontakten geschmissen hat, denn was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß und umgekehrt!