Die Deutsche Telekom AG hat die Farbe Magenta als Farbmarke für Waren und Dienstleistungen aus dem Bereich der Telekommunikation beim Europäischen Markenamt registrieren lassen. Konkurrierende Unternehmen können daher bei Einsatz dieser Farbe in der Werbung abgemahnt werden. Das ist hinlänglich bekannt und hat ja auch schon des öfteren für Aufsehen gesorgt (z. B. hier und hier).

free_magenta_2

Da Magenta aber eine Grundfarbe des klassischen Offsetdruckes und damit keineswegs eine eigenkreierte, ungewöhnliche Farbe ist, gibt es immer wieder Konflikte – wie z. B. jetzt mit der holländischen Marke Compello. Doch die (und viele andere) wollen sich „ihr“ Magenta nicht verbieten lassen und rufen mit der Aktion „Free Magenta“ zum Protest gegen den T-Konzern auf.

free_magenta_1

Nachvollziehbar, wie ich finde. Aber auch nicht unbedingt der Deutschen Telekom anzukreiden, die (natürlich) nur die Rechtsmittel ausschöpft – welcher Markenartikler würde das nicht machen?

Meiner Meinung nach ist der Fehler vorher passiert: nämlich beim Europäischen Markenamt. Wenn sich die zuständigen Richter seinerzeit gegen eine Schutzfähigkeit der Farbe „Magenta“ ausgesprochen hätten, weil diese einen zu generischen Charakter besitzt, wäre es nie zu diesem Konflikt gekommen.

Zu spät: Die Internetgemeinde hat das Urteil gegen den Konzern schon gefällt.

via