Heute eine Reminiszenz an eine Guerilla Aktion, die völlig unbemerkt an mir vorbeigezogen ist, die ich aber trotzdem erwähnen möchte, weil sie so spektakuläre Bilder lieferte: 2008 wurde das ehrwürdige Liverpool nicht nur 800 Jahre alt, sondern schmückte sich auch mit dem Titel “Kulturhauptstadt Europas”. Aus diesem Grund zelebrierte die Stadt über Monate ein atemberaubendes Kulturprogramm.
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Eine Aktion trug die französische Gruppe “La Machine” bei (Künstler, Designer, Techniker), die den Auftrag erhielt, ein Projekt zu entwickeln, welches sich an einer früheren Arbeit (“Sultan’s Elephant”) orientieren sollte. Entstanden ist diese 15-Meter-große Riesen-Spinne, die unweigerlich an den Science-Fiction “Tarantula” erinnert. Trotz seiner 37 Tonnen Gewicht, bewegte sich das Biest real durch die Stadt und war so Mittelpunkt eines außergewöhnlichen Straßentheaters.

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Peter Carr, seines Zeichens Photograph, hat die Aktion mit wunderschönen Aufnahmen dokumentiert, die allesamt auf seiner Website zu sehen sind. Eine große Aktion, die große Bilder produzierte und die natürlich eine entsprechende Publikums- und Medienresonanz bewirkte. Aber auch Kritik wurde laut: So wurde beispielsweise moniert, die Aktionskosten von £ 1,8 Mio. hätten besser investiert werden können und einige arachnophobe Gruppen hat natürlich auch Probleme mit dem stählernen Viech. Nichtsdestotrotz: Am Ende wohnten dem Schauspiel mehr als 200.000 Menschen bei und sorgte weltweit für Schlagzeilen. – So, und jetzt ist die Aktion auch in der Münchner Pestalozzistzraße angekommen …

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