Heute war ich beim 6-Tage-Rennen. Und in der Gesprächsrunde, in der ich mich befand, wurde dann irgendwann, wie so häufig in letzter Zeit, wieder einmal diskutiert, ob wir uns denn wieder in einem Internet-Hype befinden oder nicht.

Quatsch! Web 2.0 ist kein Hype, sondern Realität. Eine Reallität, die sich im Zusammenwirken neuer Technologien, veränderter Internetnutzung und neuer Angebote zeigt. Das Internet war nie ein Hype. Im Gegenteil: Es ist eine geniale Erfolgsstory. Das Internet hat sich in den letzten 10 Jahren kontinuierlich, zum Teil dramatisch weiterentwickelt: von knapp 4 Mio. Nutzern (1997) auf etwa 39 Mio. Nutzer (2006). Lag die durchschnittliche Nutzungsdauer 1997 noch bei zwei Minuten, liegt sie heute bei rund 48 Minuten. Wurde 1997 die Abgabe persönlicher Daten sehr kritisch beäugt, treffen sich heute Menschen in Social Networks – und stellen hierzu sehr, sehr intime Daten öffentlich.

Was es aber gibt, ist ein Hype um Unternehmen. So wurden damals wie heute einige sog. Shootingstars erheblich überschätzt. Was ist denn ein MySpace mit 80% inaktiven Nutzern wirklich wert? Warum zahlt man für ein Untenehmen wie Youtube, hinter dem kein ersichtliches Geschäftsmodell steht und das erheblich an Reiz verliert, sobald die Urheberrechtskeule mal so richtig schwingt, so wahnwitzige Summen?

Ich wette: MySpace und Youtube werden bis spätestens Ende nächsten Jahres das gleiche Schicksal erleben (genauso unbedeutend werden) wie Napster. Wer hält dagegen? Der Gewinner soll Ende nächsten Jahres auf Kosten des anderen im Schampus duschen … Zugegeben, könnte teuer werden für mich.

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