Dass iPhone-Applikationen enorm beliebt sind, ist bekannt (über 1 Miilliarde Downloads bei inzwischen über 25.000 zur Verfügung stehenden Applikationen: in gerade mal 9 Monaten!!!). Dass Smartphoner aller anderen Marken allerdings keinen Draht zu Applikationen besitzen und dementsprechend diese auch nicht downloaden, ist eine interessante Erkenntnis einer Studie von Compete.

In einem Artikel, der bei techcrunch
zu finden ist, werden einige Statistiken der Studie zum Download bzw. zur Nutzung von Smartphone-Applikationen gezeigt:

iphone-downloads-statistik

Ist doch interessant, dass iPhone-Nutzer in der Anzahl der Applikationen, die sie downloaden, gar nicht festzulegen sind: Einige nutzen lediglich 1-5, andere 6-10 und 17% sogar über 31 Applikationen. … Aber im Grunde alle haben Applikationen auf ihrem iPhone – im Gegensatz zu den Smartphonern anderer Marken: Hier haben markenübergreifend knapp ein Drittel (zwischen 23-36%) überhaupt keine Applikationen auf ihrem Smartphone. Und wenn sie überhaupt welche downloaden, dann meistens nur 1-5 (aber gerade mal 15% der iPhone-Nutzer fallen in diese Kategorie!!!).

iphone-nutzer-statistik

Eine andere Erkenntnis der Studie ist genauso spannend: Während iPhone-Nutzer nun ja offensichtlich Applikationen lieben, sind sie dennoch nicht bereit, für diese mehr zu zahlen als andere Smartphoner. So sagen beispielsweise 16% der Motorola-Smartphoner, dass sie über 50 $ für eine Applikation zahlen würden, während dies gerade mal 1% der iPhoner auszugeben bereit sind.

Diese Unterschiede zwischen den Smartphonern sind zwar krass, aber es gibt natürlich ein paar Erklärungen.

  • Zum einen spielt die nutzerfreundliche Infrastruktur hinter dem iPhone sicher eine entscheidende Rolle: So bietet beispielsweise iTunes die Möglichkeit, Apps ganz einfach per Klick aufs iPhone zu installieren, während die Installation auf einem Windows-basierten Smartphone erheblich aufwändiger ist.

  • Zweitens: Die Nutzerschaft ist total unterschiedlich. Weil das iPhone gerade beim jungen Klientel viele Freunde gewinnen konnte, setzen sich hier auch viele Applikationen durch (z. B. Spiele oder unsinnige Spaß-Apps), die beim „vernunftorientierten Smartphoner“ keine Chance auf Installationen haben.

  • Und last but not least: Blackberrys & Co. sind häufig Business-Werkzeuge. Das bedeutet: Hier gibt es aus Sicherheitsgründen oft Restriktionen seitens der Firma, die es verbieten, kritische Software auf die Smartphones zu laden.

Aber, wie wir im Markt beobachten, wollen Blackberry, Google & Co. dem Apfel diesen Markt nicht einfach überlassen und blasen gerade zum Gegenangriff (Stichwort: Blackberry AppStore, Android …). Man darf gespannt sein, ob sie den Anschluss noch finden oder ob der Markt bereits abgefahren ist.

Was meint Ihr?