Durch einen Facebook Wallpost von einem alten Kollegen bin ich auf den zwar etwas älteren, aber dennoch gelungenen, Viral von McDonald’s gestoßen:

Und bei meiner Suche auf YouTube wurde mir mal wieder bewusst, dass das Image von internationalen Marken nicht gleich sein muss oder besser gleich sein kann. Die McDonald’s-Kampagne „I’m lovin‘ it „ hat sich mittlerweile von Hong Kong bis Neuseeland über ganz Europa und den USA als eine der erfolgreichsten Imagekampagnen weltweit durchgesetzt. Eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, wie verschiedene Kulturen auf ein und dieselbe Werbebotschaft reagieren. Blickt man beispielsweise auf die japanischen Werbeclips verwandelt sich der tolpatische Clown Ronald McDonald in einen Männervamp, der mit knallroter Mähne und eine Menge Sexappeal für den neuen Tomato McGrand wirbt.

Hier gibt es mehr von der japanischen Vorstellung eines Ronald McDonald. Geht man ganz an den Ursprung zurück, so erkennt man schnell, wie McDonald’s als Fast Food Restaurant sein Image positiv emotional aufladen konnte. Die Werbeleute von McDonald’s haben nämlich schon damals erkannt, dass Marken vor allen Dingen über Menschen wirken. So wurde Ronald McDonald nach seinem ersten öffentlichen Auftritt bei einer Thanksgiving-Parade in Washington, D.C. zum offiziellen McDonald’s Sprechers für Kinder. Vier Jahre später erschien er in einem TV-Spot, der in den ganzen USA ausgestrahlt wurde.

Mein Blick fiel natürlich sofort auf die Social Media-Aktivitäten der erfolgreichsten Fast Food Kette weltweit und siehe da, hier besteht durchaus Nachholbedarf. Eine eigene Community ist bisher nicht vorhanden. auch wenn man über verschiedene Games wie „Misch Dein Ding“ die Möglichkeit hat die Marke auf unterhaltsame Weise zu personalisieren. Hier gibt es jedoch keine Möglichkeit sich mit anderen Fans auszutauschen. Auf Facebook gibt es zwar mehrere McDonald’s-Gruppen, die größte Gruppe hat derzeit 1,855,091 Fans, aber passieren tut auf der Gruppenpage bisher rein gar nichts.

Schade, denn hier geht echtes Potential verloren! So könnte man doch gerade hier auf einfachem Wege mit den Brand Ambassadors in Kontakt treten: sie über die neusten Produkte informieren, wichtige Insights durch Umfragen bzw. Votings in Erfahrung bringen und somit ihren Multiplikatorenstatus nutzen. Ich bin mir zum Beispiel sicher, dass viele deutsche Fans nichts von den Sparcoupons wissen, die derzeit auf der McDonald’s Homepage zum Ausdrucken angeboten werden. Wieso also nicht auch den Fans auf Facebook auf aktuelle Incentives bzw. die neusten Produkte hinweisen? Schließlich reden wir hier über User, die sich für alle ihre Freunde auf Facebook als McDonald’s-Fan zu erkennen geben und somit wichtige WOM-Kontakte haben!

Wenn ein McDonald’s-Fan bereits vor der breiten Masse von neuen Produkten bzw. Sparangeboten erfährt, oder besonders coole Incentives bekommt, gibt man ihm genau die Wertschätzung, die er als Fan von seiner Lieblingsmarke erwartet. Die Bereitschaft über seine Lieblingsmarke Mundpropagnada zu machen, ist durchaus vorhanden, aber natürlich muss ein Unternehmen hier auch den nötigen Impuls geben. Beziehungspflege heißt das Zauberwort!

Fazit: McDonald’s hat bereits das Glück viele Fans zu haben, darf sich aber nicht auf dieser Tatsache ausruhen, sondern sollte gerade jetzt den Dialog zu seinen Fans suchen und ihnen die Möglichkeit geben Teil der Markenkommunikation zu werden.