KDDI, einer der größten Mobilfunkkonzerne Japans kündigte in diesen Tagen den Launch eines interessanten Dienstes an: Unter dem Namen „eye project“ startet demnächst ein Service, der es seinen Benutzern ermöglicht, Fotos oder Videos aus Websites bzw. von einer Webcam oder vom Handy zu sammeln. Die Icons werden durcheinandergemixt und auf eine Homepage übertragen, wo sie dann – wie unten zu sehen – wild durcheinanderlaufen und zum Start einer virtuellen Entdeckungsreise anregen (also ein völlig neues Homepage-Konzept!).

Was „eye project“ im Einzelnen leistet, ist zwar noch nicht raus. Aber es ist auf jeden Fall ein neuer, spannender Ansatz, Handy und PC bei der Verwertung visuellen Contents interagieren zu lassen.

Überhaupt bin ich in letzter Zeit häufiger über Anwendungen gestoßen, die einen stark visuell geprägten Aufhänger besitzen – ein neuer Trend? So zum Beispiel das Social Network „stukt“, das auf der Idee basiert, sich über Bilder der Dinge zu definieren, die einem wichtig sind: persönliche Bilder, private Videos, Bilder Musik-Cover, Buchtitel usw. (ich schrieb am 6. März drüber: „Mein Auto. Mein Haus. Mein Lieblingsbuch.“

stukt

Aber auch Seiten wie „The Million Masterpiece“ (mit über einer Million Mitgliedern!) oder das australische „Gr+dlove“, die beide zum visuellen Kollaborieren animieren, sind m. E. mehr als nur Spielereien. Sie zeugen davon, dass es offenbar das starke Bedürfnis gibt, visuellen Content nicht nur informativ, sondern immer häufiger auch inspirativ zu nutzen. Weshalb ich glaube, dass wir in diesem Umfeld noch weitere Innovationen erwarten dürfen.

million-masterpiecegr+dlove