Nachdem Charles Saatchi seine Kunstgalerie in London schloss, steckte er einen Großteil seiner Energie in den Ausbau seiner Website: mit Features wie einem täglichen Magazin, einem Kunst-Blog mit News/Rückblicken, mit Diskussionsplattformen für Kunstliebhaber (Forum, chat room) und einer Seite, auf der Kinder selbst Kunst kreieren konnten.

stuart sociall network saatchi

Aber keines dieser Features erlebte eine vergleichbare Eigendynamik wie das neue Kunst Social Network namens Stuart (kurz für: student art), innerhalb dessen Studenten ihre Arbeiten präsentieren können. Bereits kurz nach dem Launch verzeichnet die Seite mehr als drei Millionen Hits täglich. Mit weit über 20.000 ausstellenden Künstlern, davon jeweils über 6.000 aus den USA bzw. aus UK. Und jede Woche kommen etwa 800 weitere dazu.

Ein Grund für den durchschlagenden Erfolg ist sicherlich: die Mitgliedschaft ist kostenlos und die präsentierten Kunstwerke werden direkt von den Künstlern verkauft – ohne Mittelsmänner.

Warum aus Deutschland bis jetzt gerade mal 32 Künstler angemeldet sind? Wahrscheinlich einfach, weil das Thema in hiesigen Kreisen noch nicht richtig durchgedrungen ist. Aber das ist, denk ich mal, nur eine Frage von Monaten.

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Aber Stuart ist eben nicht nur ein Marktplatz, sondern vor allem auch ein Szene Social Network. In dem Künstler untereinander Kontakt aufnehmen, miteinander diskutieren und sich gegenseitig inspirieren. Quasi ein MySpace in Miniaturformat.

Und dieser Art von Online-Social-Networks gehört, meines Erachtens, die Zukunft. Denn je spezieller diese Netzwerke auf die Interessen der User zugeschnitten sind, desto größer der Reiz, diesem künftig noch beizutreten – neben MySpace, Linked In, studi VZ, Xing & Co.

Wen’s interessiert: Hier sind noch zwei Artikel zum Launch von Stuart: von The Independent und der Times.

Mehr Infos und Fallbeispiele zum Thema „Community Marketing“ hier und hier.