DAS KANN DOCH NICHT WAHR SEIN:

Vor drei Tagen, Ihr erinnert Euch, habe ich ein Post zum virtuellen Spiegel geschrieben. Der virtuelle Spiegel ist eine interaktive Aktion von Henkel USA für „Tone“-Hautpflege, bei der User ein Bild von sich hochladen und mit vorgegeben Sprüchen versehen können.

So weit so gut.

Dass man nun nicht nur auf die Idee kommt, sein Sonntagslächeln in den Frame einzusetzen, sondern dass man mit dem Tool auch Spaß haben kann, liegt doch auf der Hand. Wird aber ganz offensichtlich vom Betreiber der Website nicht gewünscht.

Dass die Macher der Website aber so weit gehen,

  • vom User geschaffen Content nachträglich zu manipulieren und so, wie in meinem Fall,
  • extern auf die Redaktion eines Blogbeiträgs eingreifen,
  • ohne dass der Blogbetreiber einwilligt bzw. darüber informiert wurde,

halte ich für sehr bedenklich.

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So ist das von mir zunächst ausgewählte Spaßbild (links zu sehen) nachträglich und ohne Abstimmung aus dem Code entfernt und – wie rechts abgebildet – durch ein neues Bild ersetzt worden!

Das geht eindeutig zu weit, auch wenn das „ugly face“ nicht jedermanns Schönheitsideal entspricht (was ich verstehen kann). Doch werden mit der Einbindung eines solchen Photos weder rassistische, sexistische oder sonst irgendwie bedenkliche Inhalte verbreitet.

Am besten soll Henkel USA es gleich lassen, den Usern frei editierbare Tools zur Verfügung zu stellen. Wenn nur User generated Content akzeptiert wird, der in das Heile-Welt-Schema von „Tone“ passt und zu Werbezwecken genutzt werden kann, hat man das Prinzip „Web 2.0“ offensichtlich noch nicht begriffen.

tone-interactive
Hier geht’s hin: Mit einem schönen Bild bewaffnen und die Redaktion des virtuellen Spiegels auf Trab halten. Und los!

Mehr Infos und Fallbeispiele zu Alternativer Werbung hier, hier, hier,
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hier und hier.