In Angola tobte bis 2002 ein Bürgerkrieg, der das Land flächendeckend mit Landminen verseuchte. Diese fordern heute noch täglich Opfer, verstümmeln Menschen, zerstören Leben – jedes dritte Minenopfer ist ein Kind. Gerade weil diese Grausamkeit, so pervers es klingt, immer noch zum Alltag gehört, ist es um so wichtiger, sich dieses Grauen immer wieder neu vor Augen zu führen. Denn die Verbreitung der Minen und die mangelnde Aufklärung über ihre Gefahren sind das gößte Hindernis bei der Rückkehr zu einem normalen Leben.

Miss_Landmine
„Miss Landmine“ ist eine gemeinsame Aktion der „Nationalen Intersektoralen Kommission für Entminung und humanitäre Hilfe“ (Comissâo nacional intersectorial de desminagem e assistência humanitária – CNIDAH) und weiterer Organisationen, die für Aufmerksamkeit sowie für ein Verbot von Landminen und Streumunition kämpfen.

Wachrütteln – warum nicht mit so einer Aktion? „Miss Landmine“ ist schockierend und motivierend zugleich. Denn die Frauen, die eigentlich verzweifeln müssten, sind stark und selbstbewusst geblieben. Gründen ein Netzwerk, ziehen aus in ihre Heimatregionen und informieren bzw. trösten andere Menschen. Und: Sie stehen zu sich, zu ihren Körpern und zu ihrer Schönheit. Jede von ihnen ist eine „Miss Landmine“, das kann man wohl sagen…

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