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Jason Baer hat im letzten Jahr in seinem Convince and Convert Blog über die sechs gefährlichsten Irrtümer von Social Marketing geschrieben. Hier noch mal ein kurzes Resumée:

1. Social Media ist nicht teuer.
Falsch. Möchte man eine richtige Social Media Strategie verfolgen, benötigt man neben den Softwarelösungen auf jeden Fall auch ein Monitoringprogramm, das natürlich Geld kostet. Social Media verlangt tägliche Pflege, die natürlich nicht kostenlos ist.

2. Social Media ist schnell.
Falsch. Social Media ist bereits in seiner Definition langsam. Um wertvolle Beziehungen mit bestehenden bzw. potentiellen Kunden aufzubauen, braucht man Zeit. Es ist also keine Hokuspokusgeschichte, die über Nacht passiert. Um wirkliche Erfolge zu sehen, braucht man Durchhaltevermögen. Es dauert meistens mehrere Monate bis eine Social Media Strategie wirklich greift.

3. Social Media ist “Virales Marketing”.
Falsch. Im gleichen Maße, wie ein Quadrat auch ein Viereck sein kann, aber ein Viereck nicht unbedingt ein Quadrat ist. Kann eine Social Media Strategie überhaupt viral werden? Natürlich. Aber, wenn man lediglich zum Ziel hat, dass eine Social Media Kampagne viral werden muss, dann hat das jeweilige Unternehmen den Kern von Social Media nicht verstanden.

4. Social Media Resultate sind nicht messbar.
Falsch. Gerade im Vergleich zur Markenkommunikation über klassische PR, TV, Print usw. lassen sich Kommunikationsleistungen der Social Media-Programme sehr gut messen. Die meisten Social Media Softwarelösungen bieten ausführliche Reportingtools mit an. Doch kann man die Zugriffszahlen direkt mit Verkaufszahlen gleichsetzen? Das ist bisher wohl noch nicht so ohne Weiteres möglich, aber kann man im Vergleich messen, wie viele der erreichten Kontakte bei klassischen Werbekampagnen, wie z.B. Banner, Anzeigen, TV-Spots, usw. tatsächlich das Produkt bzw. die Dienstleistung gekauft haben.

5. Social Media ist optional.
Falsch. Egal welche Zielgruppe ein Unternehmen anspricht bzw. in welcher Branche es agiert. Menschen, die an bestimmten Produkten bzw. Dienstleistungen interessiert sind, reden online über ihre Erfahrungen. Ein Unternehmen sollte daher bei der Konversationen mit ihrer Zielgruppe dabei sein. Immer mehr Menschen bewegen sich im Internet, deshalb wird gerade hier auch immer mehr eine Präsenz der Unternehmen erwartet.

6. Social Media ist hart.
Falsch. Es ist nicht hart, es ist kompliziert. Social Media bedeutet nicht, dass man als Unternehmen auf Facebook, MySpace, Flickr bzw. Twitter und Blogs präsent sein muss. Es bedeutet vielmehr eine Strategie zu haben, mit der das eigene Unternehmen persönlicher wird. Es geht hier um Personalisierung, in anderen Worten einer Vermenschlichung von Unternehmen. Wenn die eigenen Kunden das Gefühl haben, dass hinter einem Unternehmen Menschen stecken, die sich wirklich um die Bedürfnisse ihrer Kunden kümmern, dann möchten sie auch Teil davon sein. Diese Tatsache wird von einigen Unternehmen leider oft mit Zielen wie dem Launch eines “user-generated video contest“ verwechselt. Dabe geht jedoch das wesentliche Ziel von Social Media verloren.

Diese Woche hat Jason Baer einen Blogpost geschrieben, in der er genau das Gegenteil zum zweiten Punkt seiner Social Media-Irrtümer behauptet. Hier heißt es nämlich bereits in der Überschrift: Is Social Media too fast?

One of the greatest challenges of effective social media outreach is the need to be always on. Speed kills in social media, and that’s a difficult transformation for marketers (and especially agencies). If a consumer tweets something negative about your company, addressing it quickly before it festers and is retweeted everywhere is the best practice. But, somebody has to be monitoring in real-time.

Ja was nun? Ist Social Media schnell oder langsam? Was meint ihr? Können Social Media Strategien nur dann funktionieren, wenn ein Unternehmen schnell kommuniziert?