r4139537416Der mächtigste Mann der Welt, US-Präsident Barack Obama, hat kürzlich die Teenager in seinem Lande vor den Gefahren der Social Networks gewarnt.In einer Frage-Antwort Stunde mit Schülern wurde er von einem Schülern nach nützlichen Tipps gebeten, wie man U.S. Präsident werden kann. Obamas Antwort lautete wie folgt:

„Well, let me give you some very practical tips. First of all, I want everybody here to be careful about what you post on Facebook, because in the YouTube age, whatever you do, it will be pulled up again later somewhere in your life! (…) And when you’re young, you make mistakes and you do some stupid stuff. And I’ve been hearing a lot about young people who — you know, they’re posting stuff on Facebook, and then suddenly they go apply for a job and somebody has done a search.“

Die Problematik, die sich hier abzeichnet, ist nicht neu. Die Frage, die sich mir und auch anderen stellt, lautet: In wie weit soll sich jeder einzelne User auf den eigenen Social Networks selbst kontrollieren, damit man auch in späteren Zeiten einen vernünftigen Job bekommt? Gerade als Teenie liegt einem wohl sehr viel daran, dass man in seinem Freundes- und Bekanntenkreis gut oder, wenn man ehrlich ist, „cool“ dasteht. Da achtet man wohl kaum auf ein lupenweises Profil bzw. auf korrekte und imagetreue Statusänderungen, geschweige denn Fotos, die einem in durchdachter Pose zeigen.

Hierzu fällt mir die passende Disukssion ein, die ich kürzlich mit meinen Kollegen hatte. In wie weit connected man sich mit seinen Kunden bzw. Geschäftspartnern über Social Networks? Ist es nicht unhöflich, hier auf die professionelle Business-Community XING zu verweisen und die Freundesanfrage in den privat genutzen Netzwerken kategorisch abzulehnen? Wie weit lässt man zu, dass der Chef, bzw. Kollegen oder auch Kunden Teil am „privaten“ Leben haben?

facebook-profile-privacy_1252494425723Glücklicherweise lässt Facebook zu hier die Privacy-Rechte individuell für jeden Freund festzulegen. So hat man eine gewisse Kontrolle, welche Informationen an gewisse Freunde oder auch „nicht Freunde“ herangetragen werden, und was diese auf dem eigenen Facebook-Profil tun dürfen. ( z.B. auf der Pinnwand posten, Fotos taggen usw.) In Sachen Geschäftsbeziehung sind die Informationen auf Facebook meistens nicht wirklich zielführend, allerdings lassen sie das Gegenüber auf jeden Fall menschlich erscheinen. Und trotzdem ist es ein komisches Gefühl, wenn man weiß, dass der Kunde, der einem später im Meeting begegnet mit einem Kater aufgewacht ist.

„Verrückte Welt“ würde meine Großmutter dazu wohl sagen und irgendwie scheint mir, Sie hat recht!