Dass die Kampagne von Tchibo und ESSO zur Einführung von Kaffee an Tankstellen mit dem Claim „Jedem das Seine“ (vgl. u. a. Artikel auf Spiegel online) ein unsäglicher Fehltritt war, daran zweifelt wohl niemand. Ebenso auch nicht daran, dass die Schuld einer solchen Fehlleistung gewiss nicht allein bei der Agentur zu suchen ist – welche auch immer es jetzt war (vgl. zur Diskussion).

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Aber welche Agentur nun dahinter steckt, gilt es auch gar nicht zu klären. Sondern vielmehr selbstkritisch anzumerken,

dass dieses historische Wissen einfach da sein MUSS, insbesondere in den Köpfen derjenigen, die sich – wie wir Werber das nun mal tun – stets sprachlich sehr weit aus dem Fenster hängen. Diese Verantwortung haben wir nun mal!

Und wenn das Wissen einfach nicht da ist??? Ich selber erfahre ja auch regelmäßig, dass dem Nachwuchs viele historische Zusammenhänge nicht zwingend geläufig sind? Ja, dann muss eben entweder eine Lehrstunde grundsätzlicher Natur herbei oder ein Vier-Augen-Absegnen, um derart kapitalen Ausrutscher zu vermeiden.