Keine Ahnung, wie Nicolas Sarkozy das in der Realität umsetzen will. Doch er scheint wild entschlossen: So kündigte der Französische Präsident am 23. Januar an, für die nächsten drei Jahre Finanzzuschüsse in Höhe von 600 Millionen € frei zu machen: Diese dienen zur Unterstützung der im Zuge der Finanzkrise ins Straucheln geratenen Zeitungsindustrie. In diesem Zuge erklärte Sarkozy, dass jeder 18jährige in Frankreich ein einjähriges Frei-Abo für eine Tageszeitung seiner Wahl erhalten sollte, um die Zahl der Leser wieder anzukurbeln.

Nun ja, meiner Meinung nach, ist das Perlen vor die Säue: Das Problem ist doch nicht, dass sich 18jährige die 1,80 € Kaufpreis nicht mehr leisten können. Sondern, dass Medium, Inhalte und Aufmachung der Zeitungen heutzutage immer weniger dem Informationsbedürfnis junger Leser entsprechen. Und diese Entwicklung lässt sich wohl kaum staatlich reglementieren. Insofern: einfach nur Publicity (macht den Mann nicht sympathischer!) und Geld in die Taschen derer, die offensichtlich bis heute eine absolut evidente Entwicklung nicht wahr haben wollen und wahrscheinlich noch zwei Jahrzehnte über den Leserschwund jammern. Anstatt endlich mal über innovative, jugendgerechte Printkonzepte nachzudenken.

Reichweitenentwicklung Tageszeitung junge Leser
Tageszeitung Reichweitenentwicklung junge Leser

Mehr zur Initiative des Französischen Präsidenten und einige interessante Fakten zum Französischen Zeitungsmarkt findet Ihr hier.

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