Sie repräsentieren zwar nur eine ganz spezielle Gattung viraler Aktionen, nichtsdestotrotz sind aufwändig produzierte Avatare, denen man über ein Textfeld Befehle erteilen kann, en vogue. Seit die Amerikanische Kreativschmiede Crispin Porter & Bogusky der Internetgemeinde mit dem subservient chicken ein besonderes Spielzeug schenkte, tauchen immer wieder neue virtuelle Figuren auf, die auf Useranweisungen reagieren.

subservient_chicken
Millionen Menschen haben das komische Huhn besucht. subservient chicken: Mit über sechs Millionen Unique Visitors und knapp 450 Millionen Hits war es wahrscheinlich die erfolgreichste Viral Kampagne überhaupt.

virtual_bartender
Auch ein Evergreen und mit noch mehr Aufwand produziert: die Mädels von beer.com, die sich auf der Website „virtual bartender“ zu (fast) jedem Quatsch hinreißen lassen.

Ms_Dewey

Neueste Vertreterin aus der Reihe „Befiehl mir was!“ ist „Ms. Dewey“. „Ms. Dewey“ ist quasi eine personifizierte Suche, die auf die Ergebnisse von Search.Live.com respektive msn zurückgreift. Aber die Ergebnisse sind natürlich zweitrangig (und zweitklassig) …

Diese Seiten und natürlich auch der grandiose Siegeszug von youtube.com werfen Fragen auf: Wie aufwändig muss man heutzutage im Netz agieren, damit der Link bzw. die Datei weitergeschickt wird? Sind solche komplexen Seiten wie „subservient chicken“, „virtual bartender“ oder „Ms. Dewey“Anzeichen dafür, dass die Internetgemeinde bald nur noch auf enorm aufwändige Produktionen reagiert? Ist die klassiche E-Card tot – verbreitet sich nur noch, was filmisch inszeniert wird? Sind solche Mammutproduktionen ein Indiz dafür, dass die einfache Idee immer mehr in den Hintergrund tritt? Was meint Ihr?

Mehr Infos und Fallbeispiele zum Thema „Virales Marketing“ hier und hier.