Unternehmen nutzen das riesige Potenzial virtueller Mund-zu-Mund-Propaganda bisher viel zu wenig. Das hat eine neue Studie der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) ergeben. Dabei ist das Potenzial hoch, bestätigt die aktuelle Studie „Implikationen virtueller Gemeinschaften für die Produkt- und Programmpolitik am Beispiel der Unterhaltungselektronik-Branche.“

  • Virtuelle Mund-zu-Mund-Propaganda kann für Unternehmen einerseits eine wertvolle Ressource darstellen. Zum Beispiel, um produktrelevantes Wissen ihrer potenziellen Kunden zu erfassen und umzusetzen.
  • Aber auch die gegenseitige Kaufberatung und Hilfe bei produktrelevanten Fragen in virtuellen Gemeinschaften sollte stärker gefördert werden, empfiehlt die Studie.
  • Schließlich kann dies dazu beitragen, das Informationsbedürfnis der Konsumenten schnell, kostengünstig und glaubwürdig zufrieden zu stellen.

In einer zweiten Studie mit dem Titel „Die Rolle virtueller Mund-zu-Mund-Propaganda bei der Führung von Herstellermarken“, die am Institut für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik der WU durchgeführt wurde, stand die Vielfalt virtueller Mund-zu-Mund-Propaganda im Fokus.

  • Mit der Studie wurden acht verschiedene Arten identifiziert, in denen Konsumenten ihre Meinung zu Produkten kundtun können. Die Bandbreite reicht von Meinungsäußerungen in Online-Shops bis hin zu „Marken-Gemeinschaften“, in denen Verehrer von Produkten ihre Begeisterung miteinander teilen.
  • Besonders Unterhaltungselektronik-Artikel wie beispielsweise Digitalkameras sind viel diskutierte Produkte.

Alle glauben an Viral Marketing, aber noch dominiert Unsicherheit.

  • Die Wirkung von WOM auf das Image von Unternehmen ist unbestritten. Wird von den Unternehmen jedoch gleichzeitig gefürchtet. Was u. a. zur Folge hat, dass sich Unternehmen mit der Thematik noch viel zu wenig auseinander setzen.
  • Noch herrscht Unsicherheit darüber, wie mit virtueller Mund-zu-Mund-Propaganda umgegangen werden soll. Auch, was die Anforderung an internen Ressourcen anbelangt.

Aus meiner Sicht: ein klarer Beratungsauftrag an die Agenturen! So lange die Agenturen in diesem Thema nicht fit sind, werden auch potenzielle Auftraggeber skeptisch bleiben.

Mehr Infos und Fallbeispiele zum Thema „Viral Marketing“ hier und hier.