Selbst die erfolgreichsten Ideen haben im Internet von heute nur kurzzeitig Bestand; werden von findigen Tüftlern sofort hinterfragt und unglaublich schnell optimiert. Beispiel: Videoportale. YouTube, Dailymotion & Co. sind ja gerade erst richtig populär geworden, da präsentieren die beiden in Los Angeles lebenden Deutschen Randolf Hillebrand und Thomas Rigler schon eine weiterführende Idee: einen usergenerierten Katalog für Internet TV namens GoGOOROO.

gogooroo

„Wir waren mit den momentan existierenden Suchfunktionen für Bewegtbilder im Internet nicht zufrieden und haben uns eine eigene „Findemaschine“ ausgedacht“, sagt Gründer Randolf Hillebrand, der seine journalistische Laufbahn bei der Verlagsgruppe Handelsblatt begann und seit knapp zwei Jahren in den USA lebt.

Die Idee des im November 2006 gegründeten GoGOOROO:

  • Anders als YouTube mit seiner chaotischen Videoclip-Sammlung organisiert GoGOOROO Internetkanäle in all ihrer Vielfalt. Aus tausenden Quellen sortiert GoGOOROO die Welt des Internet TV in einem übersichtlichen Katalog: mit Kategorien wie Filme, Serien, Comedy, Musik, Sport, News oder Mode. Heißt: als User kommt man sehr schnell zu den Bewegtbildern, die einen thematisch interessieren.

gogooroo-community

Aber wie könnte es anders sein: GoGOOROO ist natürlich nicht „bloß“ eine praktischer Katalog, sondern – weil es auf usergeneriertem Content basiert – auch eine Community. Die Zahl derer, die sich bei GoGOOROO bisher registriert haben, ist zwar noch überschaubar (wahrscheinlich überwiegend „Friends & Family“), aber der Dienst wurde ja auch erst gerade online gestellt.

Ich finde GoGOOROO ist eine gute Lösung, die Bewegtbild-Lawine im Internet endlich greif- und nutzbar zu machen. Und auch perspektivisch ein interessanter Dienst: Denn was in den USA schon Usus ist – dass computertaugliche Fernsehmonitore ans Laptop angeschlossen werden, um sich die runtergeladenen Filme/Nachrichten/Reisevideos etc. auf dem großen Bildschirm anzusehen, wenn im Fernsehen mal wieder nichts läuft – ist sicherlich auch ein upcoming Trend hierzulande.

Ob dieser Fortschritt am Ende jedoch von genauso vielen Usern euphorisch angenommen wird wie YouTube & Co., bleibt allerdings abzuwarten.