Böswillige Stimmen behaupten, dass einige Bands und Interpreten, die Millionen mit ihrer Musik verdienen, dieses Geld lieber für Exzesse und einen protzigen Lebensstil ausgeben, als es in die Produktion ihrer Musikclips zu stecken. Tatsache ist aber doch eher, dass der partizipative Grundgedanke des Web 2.0 auch die Musikindustrie infiziert hat.

So setzt beispielsweise Islands Vorzeige-Exzentrikerin Björk auf den Weg, Musikvideos lieber kostengünstig vom Publikum entwickeln zu lassen als mit Hilfe einer professionellen Filmproduktion.

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Auf einer eigens eingerichteten Webseite können User Photos, Songtexte und andere Bausteine downloaden, um für den Song „Innocence“ ein Video zu kreieren. Der Wettbewerb läuft bis Ende August, ohne dass dem glücklichen Gewinner jedoch ein Extra-Preis winkt.

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Bin gespannt, wie die Resonanz ist: Gut muss das Video auf jeden Fall sein, denn der Song haut einen wirklich nicht vom Hocker, wie man sich auf der My-Space-Seite von Björk überzeugen kann.

Apropos: Hat vielleicht jemand Lust, den nächsten Artikel zu schreiben? Ich kann zwar kein Geld dafür zahlen, aber ein nicht zu unterschätzendes Forum marketinginteressierter Leser ist doch auch schon was …

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Auch die kalifornische Crossover-Band Incubus setzt auf die Kreativität ihrer Fans und rief erst kürzlich zum Video-Contest auf.