Der Wunsch, Bilder und Filme mit anderen zu teilen, ist bekanntlich ein Megatrend im Internet. Er ist die treibende Kraft, die Portale wie flickr und YouTube so populär gemacht hat. Jede Minute werden Hunderttausende Dateien mit visuellem Inhalt ins Netz gestellt. Insofern ist es nicht überraschend, dass sich rund um diese Idee weitere Produkt-/Geschäftsmodelle bilden.

Stukt ist eines davon. Es ist ein neues, so genanntes „Live Photo Social Network“. Das Spannende ist, wie ich finde, dass sich die Nutzer zunächst über alle Arten von Bildern begegnen:

  • persönliche Bilder
  • private Videos
  • Bilder von Gegenständen, die man mag
  • Musik-Cover und Buchtitel usw.

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Und erst dann, über hinterlegte Profile, persönlich kennenlernen. So entsteht der Kontakt eher spielerisch-assoziativ, denn rational, wie es bei vielen anderen Social Networks üblich ist.

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Deshalb erinnert mich das Konzept von Stukt an das von „43 things“, einem Social Network-Klassiker, bei dem man angibt, was man im Leben noch erledigen/erleben will. Und so andere Menschen/Gleichgesinnte kennenlernt.

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Heute erschien auch in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel zum Thema „Online Social Networks (OSNs)“ („Das Ende der Massen“). In dem heißt es u. a.:

„… Die Größe und die Offenheit, die anfangs der Schlüssel zum Erfolg dieser Sites waren, erweisen sich mit wachsender Popularität als Handicap. Binnen kurzem werden sie abgelöst werden von der nächsten Generation des Social Networking, mit intimeren, präzise auf dieses Hobby oder jene private Leidenschaft zugeschnittenen Sites. Viele, zumal die über 20, die vom unaufgeräumten Kinderzimmer MySpace mit seinen ermüdenden „blurbs“ und den endlosen, unscharfen Party-„pix“ abgeschreckt wurden, werden das Netzwerken im Internet erst jetzt entdecken … “

Und weiter:

„… Bei den Social-Networking-Sites geht die Entwicklung vom Allgemeinen zum Speziellen …“ Auf diesen Trend habe ich ja bereits hingewiesen (vgl. Artikel vom 7. Januar 2007: „Online Social Networks: In den USA stürzt sich alles auf spezielle Nutzergruppen“).

Nichtsdestotrotz glaube ich, dass es auch noch viel Platz für solche speziellen Lösungen gibt: also OSN-Lösungen wie Stukt und 43 things, die die Menschen über eine ganz spezielle „Tür“ einladen. Lassen wir uns überraschen …