Neue Regeln schränken zukünftig subversive Buzz Marketing Aktivitäten in England ein. Das IPA (Institute of Practitioners of Advertising) warnt in einer gestern veröffentlichten Stellungnahme: „Ab dem 26.Mai werden verantwortungslose und unehrliche Buzz Marketing Techniken in England illegal.“ Eindämmen wil die Behörde damit vor allem verdeckte Empfehlungsmarketing-Aktionen, die Online Social Networks als Plattform nutzen. Diese haben nämlich in jüngster Vergangenheit in britischen Netzwerken zugenommen.

  • Zukünftig zählt es als Straftat, eine positive Markenbotschaft zu verteilen, ohne den Absender klar zu machen.
  • Buzz Marketing Spezialisten und Agenturen ist es verboten, mit Konsumenten über Soziale Netzwerke oder Blogs zu kommunizieren, wenn sie den Absender nicht offen legen.
  • Viral Spots dürfen von Werbetreibenden nicht mehr unter falschem Namen gepostet und geseeded werden.

IPA Direktor Marina Palmoba weiter: „Sind diese Einschränkungen generell schlecht für die Marketing Kommunikation? Meiner Ansicht nach nicht. Jeder verantwortliche Werber sollte sich sowieso von solchen Methoden distanzieren. „

Recht hat er: Denn Empfehlungsmarketing (word-of-mouth) hat nichts mit heimlicher Meinungsmache zu tun, sondern ist ehrlicher Dialog mit den Konsumenten auf Augenhöhe. Ob man das Einloggen in Networks unter falschem Namen allerdings gleich unter Strafe stellen muss, da habe ich dann doch meine Zweifel. Ich denke mal, die „Selbstreinigungskräfte des Internets“ reichen da aus. Ansonsten sind wir ganz schnell bei einer Liste, was im Internet noch so alles verboten werden könnte … Und das wäre wohl das Ende des Internets, wie wir es kennen und lieben.