Einige haben es vielleicht schon mitbekommen. Im Herbst letzten Jahres starteten wir das erste word-of-mouth (WOM) Projekt unter dem Dach der webguerillas. Nun ist es offiziell: Die neue Unit steht, zahlreiche Projekte stecken in der Pipeline. Mit „365womcom”, so der Name des neuen Geschäftsbereiches, erweitern wir nicht nur das Portfolio im Bereich Alternativer Kommunikation. Wir setzen auch auf ein Marketingsegment, von dem wir annehmen, dass es in Deutschland kurz vor dem Durchbruch steht.

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In den USA, so Jupiter Research, sind bereits über 90 Prozent der Konzerne davon überzeugt, dass Empfehlungen von Konsument zu Konsument der wichtigste Weg sind, um Kaufentscheider zu erreichen. Word-of-Mouth-Marketing (Empfehlungsmarketing) stellt laut einer Studie von PQ Media in den USA mittlerweile das am stärksten wachsende Marketingsegment dar: Die Branche erwartet in diesem Jahr ein Umsatzplus um 37,7 Prozent auf 1,35 Milliarden Dollar. 2011 sollen es 3,7 Milliarden Dollar sein.

Markenunternehmen wie Procter & Gamble führen in den USA mit eigenen WOM-Communities wie Tremor oder Vocalpoint vor, wie erfolgreich der Austausch unter Verbrauchern und der Dialog zwischen Unternehmen und Verbrauchern sein können. In Deutschland wird sich das Word-of-Mouth-Marketing im Verlaufe dieses Jahres durchsetzen, davon sind wir überzeugt.

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Aus diesem Grund haben wir nun die Plattform „365womcom” eröffnet. Dieser Geschäftsbereich für Empfehlungsmarketing baut für Unternehmen Communities auf, die aus Meinungsführern/Multiplikatoren bestehen und moderiert diese. Vor allem bei Markteinführungen von neuen Produkten/Services kann eine solche Gemeinschaft aus Multiplikatoren große Unterstützung leisten, denn sie macht den Produktlaunch quasi en passant zum Thema innerhalb ihres Umfeldes.

Startkunde von 365womcom ist T-Mobile. Für den Telekommunikationskonzern bauten die webguerillas bereits Ende 2007 eine Community aus 100 Meinungsführern auf. Diese haben den neuen Tarif „MyFaves“ zum Launch getestet, bewertet, ins Gespräch gebracht und weiter empfohlen.

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Auch zum Start eines Online Social Networks ist WOM ideal, weil es das Interesse der Verbraucher systematisch aufbaut. Dabei unterscheidet sich Word-of-Mouth-Marketing deutlich von viraler Werbung, deren Ziel es ist, eine Botschaft kurzfristig massenhaft zu verbreiten. WOM hingegen basiert auf einem gepflegten, längerfristigen Netzwerk sozialer Beziehungen. Der Vorteil für die auftraggebenden Unternehmen: Sie erhalten frühzeitig wertvolle Impulse für die Produktentwicklung und für weitere Marketingpläne. Vor allem aber ist eine aufrichtige Weiterempfehlung innerhalb des jeweiligen Netzwerks das zentrale Kaufargument für die Mitglieder der Community.

Um die passenden Teilnehmer für WOM-Marketing in der nötigen Anzahl zusammenzustellen, rekrutieren wir off- und online: So sprechen wir etwa Agenten in Bars und Cafes gezielt Personen an, deren Kommunikationsverhalten und Ansehen in der Clique dem eines Multiplikators entspricht. Die Online-Akquise hingegen mündet in einem aufwendigen Auswahlverfahren via Internet. Als Zentrum der Community aus „Insidern” dient dann ein Blog, in dem sich die Teilnehmer untereinander und mit dem Unternehmen austauschen können.

Die webguerillas stellen die technischen Voraussetzungen sowie die Verknüpfung mit der CRM-Datenbase eines Unternehmens bereit. Auch die Erfolgsmessung (Tracking) der Community gehört zu den Services von 365womcom.

Die Diskussionen innerhalb des Community-Blogs dienen als Dokumentation und sorgen zugleich für die nötige Suchmaschinenrelevanz. Zugleich bietet das Multiplikatoren-Blog eine ideale Grundlage, um Communities auch nach dem Launch des Produkts mit weiteren Teilnehmern fortzuführen.

womma-logoDie webguerillas sind Mitglied der womma (word-of-mouth marketing association). In Anlehnung an den Codex der womma arbeiten wir u. a. nach folgenden Grundsätzen für word-of-mouth Marketing:

  • Offenlegung der Beziehungen zwischen allen Beteiligten (innerhalb eines Projekts),
  • Kommunikation im Sinne der freien Meinungsäußerung (ohne Beeinflussung),
  • Offenlegung der Identität aller Beteiligten (Konsumenten, Influentials und Marketeers)
  • und Sicherung des Datenschutzes aller Teilnehmer.