Wer wissen will, wie sich der word-of-mouth Markt in den USA entwickelt, dem empfehle ich, den aktuellen Artikel von ABC News mit dem Titel “How to Become a Word-of-Mouth Marketer”. Demnach investieren US-Unternehmen 2008, lt. Angaben des Marktforschungsunternehmens PQ Media, rund 1,8 Milliarden Dollar in word-of-mouth Marketing. Also in Kampagnen, die ausgewählten Nutzern die Chance eröffnen, Produkte gratis zu testen und daraufhin ihr ehrliches Feedback abzugeben.
Bis 2011, so eine weitere Prognose von PQ Media wird der Markt jährlich etwa um 30 Prozent wachsen. Damit würden die Ausgaben in 2011 auf 3,7 Milliarden US-Dollar steigen. Noch finden zwar 90 Prozent des Word-of-Mouth-Marketings offline statt, die Experten gehen aber von einer vermehrten Hinwendung zum Internet aus – dafür sprechen eine klare Kostenübersicht, die Transparenz und Messbarkeit.
Wir erwarten diese Entwicklung zeitversetzt in Deutschland!
Frauen sind, das wissen wir auch von hiesigen Projekten, für Empfehlungsmarketing-Projekte besonders offen und haben sich in den USA schon zu Hunderttausenden bei word-of-mouth Agenturen bzw. Mundpropaganda-Communities angemeldet.

Besonders spannend finde ich die Erfolgsstories, die im Artikel zitiert werden: So war beispielweise die Einlöserate für Coupons, die im Rahmen eines word-of-mouth Projektes an den Freundes- und Bekanntenkreis der Teilnehmer verteilt wurden, um 300% höher als bei Coupons, die über Magazine distribuiert wurden. Oder: So konnten mit word-of-mouth Unterstützung doppelt so viele Testsituationen für den Frauen-Nassrasierer Venus Breeze generiert werden, wie in Regionen ohne WOM-Begleitung.
Last but not least verlinkt der Artikel noch auf eine Listehttp://womenforhire.com/survey von Anbietern unterschiedlicher word-of-mouth Dienstleistungen. Also, wer sich für word-of-mouth, Empfehlungsmarketing, Mundpropaganda und respektive den US-Markt interessiert, findet hier eine informative Quelle.
Word Of Mouth Marketing ist aber auch nur die 2te Stufe der normalen Werbung. Denn schließlich muss erstmal Werbung gesendet werden, damit diese von anderen Leuten aufgenommen wird, welche dann wiederum das Produkt testen und Word Of Mouth Marketing betreiben. Somit ist Word Of Mouth Marketing nur die logische Schlussfolgerung normaler Werbung, oder besser gesagt: Werbung 2.0
Gruß Keramik Man
Nee, Keramik Man, das stimmt nicht ganz: Denn ein WOM-Projekt startet üblicherweise zu einem Zeitpunkt, zu dem das Produkt noch gar nicht im Markt erhältlich ist und demzufolge die Werbung (wenn es sie überhaupt gibt) erst wesentlich später startet.
Außerdem hat word-of-mouth nix mit Werbung zu tun: Denn es geht ja nicht darum, die an einem Produkttest teinehmenden Multiplikatoren zu beeinflussen, sondern ihr ehrliches Feedback zu erhalten.
Gruß, David
Da stimme ich dem David zu. Word of Mouth ist ja nichts anderes als Mundpropaganda, im Web2.0-Slang auch als virales Marketing bezeichnet. Und dies kann durchaus bereits vor Einführung eines Produktes in Gang gesetzt werden, erhöht es dadurch doch nur die Neugierde der Verbraucher, welche dem offiziellen Release nun wesentlich gespannter und bereits sensibilisiert entgegensehen.