Die New York Times hat neulich über eine word-of-mouth (WOM) Aktion berichtet, die von der Konzeption wirklich außergewöhnlich war: Und zwar wurden nicht, wie üblich, vorselektierte Multiplikatoren gebeten, ein neues Produkt zu testen und ihre Meinung zu diesem in einem Projektblog abzugeben. Das Projekt des Thailändischen Fremdenverkehrsamtes lief anders ab:

Über die Londoner Firma Taxi Promotions wurden Cabdriver zu einem kostenlosen Fünftagestrip nach Thailand eingeladen. Nicht ohne Hintergedanken: Die Taxifahrer sollten später während der Fahrt mit den Fahrgästen über ihren Trip und ihre Erlebnisse in Thailand plaudern. Clever, weil die authentische Berichterstattung nachweislich wesentlich wirkungsvoller ist als alle anderen Werbewege, die häufig nur en passant wahrgenommen werden. Ob sich allerdings die Fahrgäste mit der Empfehlung eines Taxifahrers identifizieren, sei noch mal dahingestellt. Da besitzt Empfehlungsmarketing zwischen Freunden/Bekannten sicher eine andere Qualität.

Nichtsdestotrotz ist der Weg, Mundpropaganda über Taxifahrer, Friseure oder Barkeeper zu erzeugen ein sehr innovativer.

taxi-word-of-mouth

Übrigens war es nicht das erste Projekt des Londoner Taxi Unternehmens: Neben der Thailand-Kooperation, startete Taxi Promotions bereits eine Aktion für den Online-Poker- und Wettanbieter 888.com. In zehn Taxis fuhr hier geschultes Personal, um sich mit Gästen über ihren Einstellung zu Online-Poker und die Marke 888.com zu unterhalten. Interessierte Fahrgäste wurden auch gleich mit Coupons im Wert von knapp 7 Euro beschenkt. Ein entsprechender Nachlass auf die Taxirechnung wäre wahrscheinlich noch besser angekommen …

Gelesen im Ethority Blog