run-dont-walk-vote-for-the-running-man_1253176741476AOL hat die erste virale Kampagne gestartet, bei dem sie sich gezielt an alle Twitterer wenden. Auf der Microsite wirbt der gelbe Running Man für seine Mission, die Welt zu informieren, zu unterhalten und letztendlich zu verbinden. Gleichzeitig ruft er dazu auf, dass möglichst viele Fans ihre Stimme beim diesjährigen AdvertisingWeek Contest für den RunningMan abgeben. Dort tritt er nämlich in der Kategorie „Favorite Icons“ an.

Neben den klassischen Share-it-Funktionen, die es den Usern ermöglichen die Kampagne auf Twitter, Facebook, MySpace, Diggit und dem AOL-Messenger AIM zu verbreiten, werden die User diesmal sogar dazu aufgerufen ihren Vorschlag eines Slogans für den Running Man Werbespot zu twittern! Einzige Bedinung ist die Verwendung des Tags voteAOLRM. Unter allen Tweets, die mit dem Tag verstehen wurden, winken Preise wie Acer Notebooks oder ein Besuch bei einem AOL-Music-Event mit VIP-Tickets für Kunden. Nette Idee, allerdings fehlt mir hier die Interaktion mit den Fans. Ich habe zum Beispiel einen Slogan getwittert, aber keinerlei Response vom RunningMan bekommen. Schade.

Standesgemäß zur Twitter-Strategie twittert der kleine gelbe Runner natürlich fleißig, jedoch sind die knapp 250 Follower nicht wirklich beeindruckend. Genauso sieht es bei der bereits bestehenden AIM-Facebook-Fanpage aus. Die Fanpage kann sich zwar statistisch mit 98,793 Fans durchaus sehen lassen. Allerdings ist die Moderation auf der Fanpage alles andere als vorzeigbar. Hier findet man tatsächlich nur selten (letztes Update war am 8. September) und vor allen Dingen wenig informative News. Auch wenn die Fans auf der eigenen Fan-Rubrik Meldungen posten können, werden diese in keinster Weise beantwortet. Ein direkter Austausch mit den Fans ist somit nicht gegeben.

Da fragt man sich schon ein wenig, warum AOL die Running Man-Kampagne in Social Networks ausrichtet, den Fans aber keine Incentives bietet, bzw. den Dialog mit den Fans nicht sucht? Ein viraler Spot mag zwar durchaus ein Zugpferd für die Generierung von neuen Fans sein, allerdings liegt doch der eigentliche Kern von Social Media darin, dass man die Fans in die Kommunikation mit einbezieht. Gerade bei der Kampagne des Running Man wäre das Potential groß gewesen, die Fans dazu zu bewegen den Running Man in ihrem privaten Social Network bekannt zu machen. Die Chance haben sie bisher meiner Meinung nach verpasst, aber jeder Runner darf sich ja bekanntlich einen Fehlstart erlauben!

Was ist eure Meinung hierzu?